Kooperation mit dem Fachbereich Physikalische Technik der FH Münster in Steinfurt

Übergabe des Mobilen Labors durch Prof. H. Chr. Mertins an der FH Steinfurt
Entladen am GSG
Das Mobile Labor wartet auf die ersten Experimente

27 Schüler aus den Klassen 10 bis 13 waren bei der Übergabe des „Mobilen Labors“ am 12. Februar 2007 an der FH in Steinfurt dabei. Die Scholl-Schüler freuten sich, dass sie das „Mobile Labor“ für die nächsten Monate an ihrer Schule haben und die ersten Experimente durchführen können.

 

 

Hierzu die Westfälischen Nachrichten vom 13.02.07:

Wunderkiste geht auf Wanderschaft

 

Mobiles Forschungsstation verlässt nach einem Jahr Entwicklungsarbeit die FH.

Nach einjähriger Entwicklungsarbeit hat das von Schülern des Gymnasiums Borghorst und ihren Altersgenossen am Geschwister-Scholl-Gymnasium und Rats-Gymnasiums Münster zusammen mit Lehrern, Studenten und Dozenten der FH aufgebaute Mobile Labor gestern den Steinfurter Campus verlassen, um auf Wanderschaft in die Schulen zu gehen. Unter Federführung von Prof. Dr. Hans-Christoph Mertins ist eine komplexe, multifunktionale und jederzeit erweiterbare Wunderkiste für die Halbleiterforschung entstanden, die nun als Basiseinheit mit den von den Schülern entwickelten Experimenten bestückt und auch nach Projektende in den Schulen eingesetzt werden kann. Für die Vor- und Nachbereitung der Lehreinheiten sorgt das Institut für Berufliche Lehrerbildung unter Leitung von Prof. Dr. Thilo Harth.
Mit 48000 Euro fördert die Robert-Bosch-Stiftung das Projekt, weil, und das machte der Dekan des Fachbereichs Physikalische Technik, Prof. Dr. Thomas Rose, gestern deutlich, die Unternehmen ein großes Interesse an ausreichendem Forschernachwuchs haben. An dem mangelt es nämlich in Deutschland, verwies Rose in diesem Zusammenhang auf die unterschiedlichsten Anstrengungen in Steinfurt, junge Menschen für die Naturwissenschaften zu begeistern. Rose verwies dabei auf eine Fülle von Kooperationen, die seit Mitte der 90er Jahre zwischen der FH und unterschiedlichen Schulen aufgebaut wurden und in einem Schulnetzwerk gebündelt worden sind. Diese Aktivitäten seien jetzt in dem Projekt Mobiles Labor gegipfelt, das, so fügte Prof. Dr. Mertins noch einmal an, eine Gemeinschaftsarbeit darstelle. Grundidee war und ist es, Spaß an den Naturwissenschaften zu haben und den Forschergeist zu wecken. Durch die Entwicklungsarbeit, ausgehend von den physikalischen Grundprinzipien bis hin zum funktionierenden Gerät, wird die Atmosphäre eines wissenschaftlichen Forschungslabors erzeugt, in dem sich die Schüler außerhalb des regulären Unterrichtes dem anspruchsvollen Stoff nähern und einen ersten Eindruck von der Arbeitsweise der Ingenieure und Naturwissenschaftler gewinnen. Die Experimente decken die Themen Elektronenphysik, Quantenphysik, optische Technologie, Halbleiterphysik, Atomphysik und Vakuumtechnologie ab schwere Kost für Laien, spannende Materie für die Experten, die sich erhoffen, dass genügend Spannung aufgebaut wird, die Schüler elektrisiert, sich mit zukunftsweisenden Technologien und ihren Anwendungen im Alltag zu beschäftigen.