Soziales Lernen: Ein Fach zur Stärkung der Lebenskompetenzen von Kindern und Jugendlichen

Seit einigen Jahren ist ein wichtiger Baustein des „Sozialen Lernens“ in der Sek. I am Geschwister-Scholl-Gymnasium die Arbeit mit dem „Lions Quest“-Programm. Aufgrund der guten Erfahrungen und erfolgreichen Umsetzung wird daher für die Klassen 5 bis 7 basierend auf diesem Programm das einstündige Fach „Soziales Lernen“ eingeführt.

Welche Ziele verfolgt „Soziales Lernen" und wie wird es in der Schule umgesetzt?

Die Schüler müssen gemeinsam einen Knoten in die Mitte des Seils machen. Die Herausforderung: die Hände müssen an einer Stelle des Seils bleiben.

Die Förderung sozialer Kompetenzen junger Menschen in der Schule steht im Mittelpunkt von „Sozialem Lernen“. Das Programm will die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, ihr Selbstvertrauen und ihre kommunikative Kompetenz zu stärken, Kontakte und Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, Konflikt- und Risikosituationen in ihrem Alltag zu begegnen und für Probleme, die gerade die Pubertät gehäuft mit sich bringt, konstruktive Lösungen zu finden. Gleichzeitig möchte es ihnen beim Aufbau eines eigenen Wertesystems Orientierung anbieten.

Damit ordnet sich das Konzept in den Ansatz der Life-Skills-Erziehung („Lebenskompetenz-Erziehung“) ein, dem von der aktuellen Forschung die größten Erfolgsaussichten bei der Prävention (selbst-) zerstörerischer Verhaltensweisen zugesprochen werden.

Schnurpsen-Zoologie: „Katzkuh“ und „Kamelefant“ müssen gemeinsam nur mit Papier und Kleber gebastelt werden. Ziel ist die Stärkung der Klassengemeinschaft

Jeder der sieben Teile von „Erwachsen werden“ ist einem                                    besonderen Thema gewidmet.

1. Teil -  Ich und meine (neue) Gruppe
2. Teil -  Stärkung des Selbstvertrauens    
3. Teil -  Mit Gefühlen umgehen  
4. Teil -  Die Beziehungen zu meinen        Freunden
5. Teil -  Mein Zuhause
6. Teil -  Es gibt Versuchungen: Entscheide dich  
7. Teil -  Ich weiß, was ich will

Das kreative Arbeiten in Kleingruppen an den Fantasietieren dient der Stärkung der Kooperationsfähigkeit

Die Methoden, die im Fach „Soziales Lernen“ zum Einsatz kommen, sprechen die Schülerinnen und Schüler ganzheitlich an und fördern ein Lernen mit Kopf, Herz und Hand: So gibt es Fantasiereisen oder auch pädagogisches Rollenspiel zum Austesten und Reflektieren verschiedener Verhaltensmuster.

Mit „Kopf, Herz und Hand“: eine Lösung kann nur durch gemeinsames kreatives Handeln gefunden werden

Aufgelockert werden die Stunden durch sogenannte Energizer: kurze spontane Übungen, bei denen spielerisch die ganze Klasse versucht, etwas auf die Beine zu stellen, z.B. das gemeinsame Klatschen eines schwierigen Rhythmus oder lustige Gleichgewichtsübungen, bei denen man sich gegenseitig hilft. Immer steht dabei das Miteinander und kooperatives Verhalten im Vordergrund. Die Intensität, mit der die Kinder in diesem Fach – in dem es entsprechend der Inhalte keine Noten gibt – dabei sind, sieht man auf den Fotos!