31.01.2004

Kooperation mit FH Münster

Im Januar 2004 haben das Geschwister-Scholl-Gymnasium Münster und die Fachhochschule Münster einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, in dem sie die bereits bestehende Zusammenarbeit auf eine verbindlichere Basis stellen.

Ursprung der Kooperation sind die seit längerem bestehende Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Physikalische Technik und der Fachschaft Physik. Folgende Aktivitäten werden weiter intensiviert oder sind für die Zukunft geplant:

  • Praktika in den Laboren des Fachbereichs Physikalische Technik
  • Unterstützung von Schülerinnen und Schülern bei der Teilnahme an Wettbewerben
  • Beteiligung des Fachbereiches an den Veranstaltungen der Schule zur Studien- und Berufswahl
  • gemeinsame Aktivitäten zur Förderung von Mädchen und Frauen in Naturwissenschaft und Technik

Ingenieure sind begehrt (WN Artikel 6.12.2006)

Ingenieure sind begehrt

Geschwister-Scholl-Schüler sammeln Erfahrung an der Fachhochschule Steinfurt

Münster-Kinderhaus. Seit 1999 gibt es eine Kooperation zwischen dem Geschwister-Scholl Gymnasium und der Fachhochschule Steinfurt, vor zwei Jahren wurde sie offiziell vertraglich fixiert. Dieser Kooperationsvertrag wird mehr und mehr mit Leben ausgefüllt, heißt es in einer Mitteilung des Geschwister-Scholl Gymnasiums. Als echte Studenten durften sich die Schüler Nico Castrup, Christian Schomakers und Levin Brinkmann des Leistungskurses Physik von Günther Langen fühlen. Sie waren nicht nur Zuhörer, sondern sammelten als Vortragende schon mal wichtige Erfahrungen für die Zeit nach dem Abi. Ihre Themen an den letzten beiden Tagen innerhalb des von Prof. Dr. Hans Christoph Mertins in diesem Semester angebotenen Wahlfachs "Physik des Elektrons" waren "Franck-Hertz-Versuch" und "Bohrsches Atommodell" mit anschließender Diskussion.

In diesem Wahlfach arbeiten Studenten des dritten und fünften Semesters und Schüler von drei Gymnasien (Geschwister-Scholl- und Ratsgymnasium aus Münster sowie das Gymnasium Borghorst) am Aufbau eines "Mobilen Labors" zur Erforschung von Vorgängen im atomaren Bereich. Dieses von der Robert-Bosch-Stiftung mit 48000€ geförderte "Mobile Labor" wird den drei beteiligten Schulen ab 2007 abwechselnd für eigene Experimente und "Forschungen" zur Verfügung stehen, so das Geschwister-Scholl Gymnasium.

Das Physikprojekt über Halbleitertechnik bietet auch eine Gelegenheit, den (in Hinblick auf das Zentralabitur) oftmals eng gehaltenen Unterrichtsthematiken zu entgehen. Das Besondere an diesem Labor sei, dass sein gesamtes Innenleben von Schülern und Studenten zusammengebaut wird. Vor allem die Durchführung an der Fachhochschule in Steinfurt sei sehr lehrreich, da man dort unter realen, unbeschönigten Bedingungen (die zum Beispiel bei für Schulen vorgefertigten Versuchsapparaturen wie einer Franck-Hertz Röhre herrschen) die Richtigkeit von theoretischen Erkenntnissen untersuchen könne. Nach den Vorträgen sammelten die Schüler und Studenten solche unbeschönigten Erfahrungen am "Mobilen Labor" bei der Bestimmung von Energieniveaus im Edelgas Argon.

Das große Schülerinteresse für praktische, technische Themen ist auch in einer zusätzlichen wöchentlichen AG zu spüren. Das Geschwister-Scholl Gymnasium baut dort im Moment eine Elektronenkanone, das Ratsgymnasium entwickelt einen Leuchtschirm für das "Mobile Labor".

Naturwissenschaften haben zweifellos Zukunft: "Vor zwei Monaten suchte Airbus noch 1000 Ingenieure", berichtet Günther Langen. Darauf zielt auch das Engagement der Fachhochschule: Hemmschwellen, ein naturwissenschaftliches Studium zu beginnen, sollen abgebaut werden. Den Austausch zwischen Fachhochschule Steinfurt und Geschwister-Scholl-Gymnasium beschreibt Langen als effektiv und ungezwungen: Da kommt der Professor auch persönlich nach Münster und gibt Tipps für die Elektronenkanone.