13. Schülerakademie des Geschwister-Scholl-Gymnasiums vermittelt neue Sicht auf „schwarzen Kontinent“

„Armut, Krankheit, Krieg – das sind die Schlagworte, die viele mit Afrika verbinden“, sagt der Leiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, Wilhelm Breitenbach. Dass der „schwarze Kontinent“ mit knapp einer Milliarde Menschen und dem weltweit niedrigsten Durchschnittsalter der Bevölkerung von unter 15 Jahren ein ausgesprochen junger Kontinent sei, sei den meisten Menschen in den Industrieländern des Nordens gar nicht bewusst.

Das war jetzt auch der Hintergrund der 13. Politischen Schülerakademie im Franz-Hitze-Haus, die in Kooperation mit dem Geschwister-Scholl-Gymnasium durchgeführt wurde. Elf Schüler aus der Oberstufe beschäftigten sich zusammen mit weiteren Schülern aus Münster und Dülmen mit der Situation von Jugendlichen in verschiedenen afrikanischen Ländern. Jugend sei in Afrika längst zu einem politisch bedeutsamen Faktor geworden, wenn es um aktive und eigenständige Wege aus Armut, Abhängigkeit oder um die Loslösung von alten Herrschaftsstrukturen gehe, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule. „Die jungen Generationen drängen mittlerweile in vielen Staaten darauf, ihrem Recht auf Partizipation und Selbstbestimmung Ausdruck zu verleihen – nicht nur in den arabischen Ländern Nordafrikas.“ Der „Arabische Frühling“, die Situation afrikanischer Flüchtlinge in der Europäischen Union und Afrikabilder in Europa waren Themen in den Arbeitsgruppen, die die teilnehmenden Schüler mit professioneller Unterstützung von Wissenschaftlern, Theologen und Politikern bearbeiteten. Der Frage von Partizipation und Handlungsmöglichkeiten von jungen Menschen in Afrika versuchten die Teilnehmer im Rahmen praktischer Projektarbeit nachzuspüren. Den Abschluss der fünftägigen Akademie bildete die Beschäftigung mit „Global Heroes“, Heldinnen und Helden aus Afrika. Die Ethnologin Marita Samson und Stephanie Daume, Kunstlehrerin am Geschwister-Scholl-Gymnasium, hatten prominente Künstler, Politiker und Umweltschützer aus verschiedenen afrikanischen Ländern von Schülern eines Kunstkurses des Kinderhauser Gymnasiums künstlerisch und literarisch porträtieren lassen. Diese Porträts waren dann  auch Grundlage für die abschließende Frage nach politischem und gesellschaftlichem Engagement und nach der Möglichkeit von Teilhabe an Veränderungsprozessen in den afrikanischen Staaten. Die Schülerakademie entstand vor mittlerweile 13 Jahren aus einer Kooperation zwischen Heinz Beumer, dem damaligen Schulleiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, und dem Franz-Hitze-Haus in Münster. „Ich bin froh, dass wir die Tradition der Schülerakademie weiterführen und unseren Schülern die Teilhabe an diesem Projekt ermöglichen können“, so Wilhelm Breitenbach, heute Leiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums.

 

12. Schülerakademie „Kalte Kriege – Neue Kriege?“

Schüler diskutieren über Krieg und Frieden

Der 11. September 2001 steht als symbolisches Datum für einen Wendepunkt in der internationalen Friedens- und Sicherheitspolitik. Die politischen Konsequenzen aber auch die historischen Bedingungen waren jetzt Gegenstand der 12. Politischen Schülerakademie, die vom Franz-Hitze-Haus in Zusammenarbeit mit dem Geschwister-Scholl-Gymnasium durchgeführt wurde. Zwanzig Oberstufenschüler, die meisten vom Scholl-Gymnasium, nahmen an der fünftägigen Akademie teil. Sie setzten sich mit philosophisch-ethischen Fragen zu Krieg und Frieden genau so auseinander wie mit der Relevanz zivilgesellschaftlicher und politischer Formen von Friedensarbeit.
Dabei bekamen sie hochkarätige professionelle Unterstützung: Prof. Meyers und Prof. Großbölting von der Uni Münster lieferten den fachwissenschaftlichen Hintergrund, Winfried Nachtwei, ehemaliger Bundestagsabgeordneter der Grünen, berichtete von seinen praktischen Erfahrungen mit dem Thema Friedensprävention. Abgerundet wurde das Programm durch einen themenorientierten Filmabend, moderiert durch Hans Gerhold, und durch den Besuch der Dokumentationsstätte Regierungsbunker in Bad Neuenahr-Ahrweiler.
Die Schülerakademie entstand vor zwölf Jahren aus einer Kooperation zwischen Heinz Beumer, dem damaligen Schulleiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, und dem Franz-Hitze-Haus in Münster. „Ich bin froh, dass wir die Tradition der Schülerakademie weiterführen können“, so Wilhelm Breitenbach, heute Schulleiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Und er war sich mit Sebastian Lanwer, Tagungsleiter im Franz-Hitze-Haus einig: „Die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur an Wissen und Erfahrung gewonnen, sie haben durch die intensive Tagungssituation auch neue Kontakte und vielleicht neue Freundschaften geknüpft.“

25.01.2010

11. Schüler-Akademie zum Thema "Alternatives Lernen"

Im Franz-Hitze-Haus findet die elfte Schülerakademie mit dem Titel „Globalisierung und Gerechtigkeit“ statt. Foto: (mfe)

In die Rolle eines Bananenhändlers mussten sich die Teilnehmer der Schülerakademie im Franz-Hitze-Haus versetzen. Von der Produktion bis zum Welthandel begleiteten die Gymnasiasten in einem Planspiel die gelbe Südfrucht. 25 Jugendliche vom Geschwister-Scholl-, vom Annette-, dem Freiherr-vom-Stein- und dem Wiprecht-Gymnasium aus Groitzsch bei Leipzig im Alter von 16 Jahren nehmen an der besonderen einwöchigen Fortbildung unter dem Thema „Globalisierung und Gerechtigkeit“ teil.

„Vor zehn Jahren hatten wir am Geschwister-Scholl-Gymnasium die Idee, einigen unserer Schüler diese Akademie zu ermöglichen“, erklärte Schulleiter Heinz Beumer. „Das Franz-Hitze-Haus hat uns von Beginn an dabei sehr unterstützt.“

Die Schulen wählen für diese Akademie Schüler aus, die durch besondere Leistungen auf sich aufmerksam gemacht haben. Das sei nicht nur auf gute Noten bezogen, auch soziale Kompetenzen dienten als Auswahlkriterien, erläuterte Beumer.

Sich eine Woche intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen, mit ausgewiesenen Fachleuten zu diskutieren und am Ende auch Ergebnisse zu präsentieren, dafür bleibe im normalen Unterricht keine Zeit, erklärte Marco Götze, Lehrer am Wiprecht-Gymnasium. In der Schülerakademie sei ein ganz anderes zukunftsorientiertes Arbeiten möglich.

Ludger Schulte-Roling, Fachbereichsleiter am Franz-Hitze-Haus, hat für diese Woche, in der alle Schüler im Franz-Hitze-Haus wohnen werden, ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Unter anderem beschäftigen sich die Jugendlichen mit der Frage „Was ist Gerechtigkeit?“ Michael Hartleb von der Universität Erfurt stellt dazu philosophische und theologische Modelle vor. An zwei Tagen steht ein Planspiel für Handel und Entwicklung auf dem Programm. Über die Frage was Globalisierung ist, sprechen die Gymnasiasten mit Ulrich Jost-Blome vom Referat Weltkirche des Bistums Münster.

Jede Schülerakademie steht unter einem anderen Titel. „Ziel der Veranstaltung ist es, sich selbstständig über den Unterricht hinaus mit einem Thema intensiv auseinanderzusetzen“, sagte Heinz Beumer. Dabei flössen politische, historische, kulturelle und ökonomische Aspekte gleichermaßen ein.

VON MARION FENNER, WN MÜNSTER

06.02.2009

Schüler-Akademie 2009 Erfurt

Impressionen von der 10. Schülerakademie in Erfurt

„20 Jahre friedliche Revolution und Deutsche Einheit“

Ein Bericht von Thomas Würthwein und Malte Marheinek (Jgst. 11)

Die zehnte Schülerakademie, an der 26 Schülerinnen und Schüler aus vier verschiedenen Schulen teilnahmen, fand dieses Jahr in Erfurt statt.
Die Schülerakademie entstand vor zehn Jahren aus einer Kooperation zwischen Heinz Beumer, dem Schulleiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, und dem Franz-Hitze-Haus in Münster.
Das Thema, mit dem sich die Schüler beschäftigt haben, war anlässlich des 20-jährigen Jubiläums die „friedliche Revolution und Deutsche Einheit“. Eine Woche (von 26.01 - 30.01) haben sich die Schüler intensiv mit dem politischen System, dessen Machtinstrumenten und dem Ministerium für Staatsicherheit beschäftigt. Weitere Höhepunkte waren der „Soundtrack Ost – Etappen der DDR-Geschichte im Spiegel (halb -)offizieller Lieder“ vorgestellt von C. Beckmann, eine Führung durch das Stasi-Untersuchungsgefängnis in Erfurt, ein Zeitzeugengespräch mit Prof. Dr. E. Tiefensee zur friedlichen Revolution in Leipzig, sowie ein Tag in Leipzig „Auf den Spuren der friedlichen Revolution“. Zum Abschluss der Woche kam das Thema auf, wie es heute mit der „Deutschen Einheit“ aussieht. (Thomas Würthwein)

Nun sind bereits 2 Wochen vergangen und man sollte meinen, dass die teilnehmenden Schüler wieder in den Schulalltag gefunden haben. Allerdings wird in der Freizeit oft von der Schülerakademie gesprochen. Es werden Fotos aufgetauscht und auf der Fahrt angeschnittene Themen noch mal vertieft.
Auch der Kontakt zu den zum Teil aus anderen Stadtteilen stammenden Schülern wird regelmäßig gepflegt. Es lässt sich sagen, dass die Mischung aus Engagement, Freiwilligkeit, Freiheit, Spaß und Interesse ein voller Erfolg war. Mittlerweile wird unter den Teilnehmern bereits intensiv über ein Nachtreffen diskutiert. Man kann sagen, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur an Wissen und Erfahrungen gewonnen haben, sondern auch neue Freundschaften geknüpft haben. (Malte Marheineke)

19.02.2008

Schüler-Akademie

Schülerakademie 2008: www - verrückte virtuelle Welten

Im Schuljahr 2007/08 haben wir auch Dank der Hilfe der Akademie Franz Hitze Haus für besonders profilierte Schülerinnen/Schüler der Jgst. 11 die Schülerakademie durchgeführt. Die seit Jahren mit großem Erfolg eigenständig durchgeführte Schülerakademie ist für uns ein entscheidender Teil an der Projektförderung, in der Anerkennung von Leistung und Kompetenz.

In der Woche vom 28.01.08 bis zum 01.02.08 trafen sich rund 30 Schüler aus verschiedenen Schulen Deutschlands. Untergebracht im Franz Hitze Haus fand die Jugendakademie "WWW - Verrückte Virtuelle Welt" statt.
Vertreten waren das Geschwister-Scholl-Gymnasium, das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, das Annette-Gymansium sowie das Wiprecht-Gymansium Groitzsch (Sachsen).

Das Wochenprogramm war gespickt von professionellen Vorträgen und den Arbeiten in den jeweiligen Workshops. Es wurde ein Radiospot erstellt, Zeitungsartikel veröffentlicht, Kurzfilme gedreht und eine Internetpräsenz (leider nicht mehr online) entstand.
Profis begleiteten die Jugendlichen in ihren Workshops, gaben Ideen und halfen bei der Umsetzung ihres Themas.

Neben aller Arbeit, fand man abends immer noch die Zeit gemeinsam in die Stadt zu fahren, gemeinsam auf den Zimmer zu verbringen oder bei einer lustigen Runde "Kicker" den Tag ausklingen zu lassen...

Schülerakademie 2007: Heimat ist, wo ich mich wohlfühle

  • Normalfall Migration: Konflikte und Chancen
  • Fremdsein in der Heimatstadt, im Heimatland
  • Parallel oder integriert: Wo sehen sich Migranten der 2. und 3. Generation?
  • Wie ´deutsch´ bin ich? Identitäten und Leitbilder auf dem Prüfstand
  • Greencard und Asylantrag: braucht Deutschland (mehr) Zuwanderung?
  • Zu Gast bei Freunden und der Fall Asamoah

Zusammenarbeit mit: Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Münster; Wiprecht-Gymnasium Groitzsch

Ansprechpartner:    Schulleitung
Zeit:   Montag, 19.03.07 bis Freitag 23.03.07
Ort:    Franz Hitze Haus