Anfang September 2008 startete der neue Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Thema: „Helden: verehrt – verkannt – vergessen“. Das Geschwister-Scholl-Gymnasium Münster ist erneut dabei.
Was ist ein Held? Wer ist eine Heldin, wer ein Held? Sind es die Sockelhelden der Denkmäler, die Ehrenbürger der Stadt, die Empfänger der Münster-Nadel und der Paulus-Plakette? Finden wir in Münster auch „stille Helden“ und „Helden des Alltags“? Viele spannende Fragen verbinden sich mit diesen Stichworten. Und viele Möglichkeiten für uns Schülerinnen und Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Münster, bei der Spurensuche Licht in bisher dunkle, verborgene Nischen der Stadtgeschichte oder ihrer Familiengeschichte zu bringen.
Jan Dreier, Lennart Hübner, Felix Durynek, Klasse 6a
Greif zum Telefon – nicht zum Kind. Die Anfänge des Kinderschutzbundes in Münster
Tutorin: G. Pauge
Maren Paterok, Charlotte Strauch, Klasse 6 a und 7a
Ruth Betz – Ein Leben für Münster
Tutorin: G. Pauge
Daniel Frühwald, Klasse 8b
Das Wunder von Bern im FC Brach. Fußballhelden auch im Vorortverein?
Tutorin: G. Pauge
Malte Krieter, Klasse 8b
Die „Helden von Berlin“ – Preußen deutscher Vizemeister
Tutorin: G. Pauge
Angela Gores, Susanna de Sousa, Klasse 12
Reuven Moskovitz – Ein Held unserer Zeit.
Tutorin: G. Pauge
Jule Hayen, Selina Rindelhardt, Nelia Häuser, Klasse 6a
Johann Heinrich Wiegmink. Helfer in schwierigen Zeiten: „Aber besser früher gewarnt als zu spät!“
Tutorin: G. Pauge
Sönke Lamken, Stephan Sundermeier, Klasse 7a und 7b
„Wo andere rausrennen, laufen wir hinein.“ Feuerwehr – Helden des Alltags?!
Tutorin: G. Pauge
Jonathan Edling, Leo Große Westermann, Klasse 7c
Ferdinand Eimermacher – Ein Ballonfahrer überschreitet Grenzen
Tutorin: G. Pauge
Franziska Glasmacher, Charlotte Allkemper, Klasse 8a
Alfons Richard Allkemper: Ehrenamtlich = Selbstverständlich
Tutorin: G. Pauge
Jan Hüsing,Klasse 8b
„Solange das Haus noch nicht in Trümmern liegt, muss man die Hoffnung nicht aufgeben!”
Der Kampf um günstigen Wohnraum in Münster – früher und heute
Tutorin: G. Pauge
Lea Pawelzik, Klasse 8b
Schwester Maria Euthymia – Eine Heldin im Verborgenen?
Tutorin: G. Pauge
Patricya Maindok, Konstanze Brocks, Klasse 8c
„Für uns ist der Tod nicht das Ende!“ – Anneliese Knoop-Graf und das Andenken ihres Bruders
A. Render
Christoph Merschformann, Carolin Niester, Klasse 9b
„That they may have life!“ 30 Jahre Solidarität und Engagement durch den Arbeitskreis Sri Lanka
Tutorin: G. Pauge
Julia Fischer, Christina van Vorst, Klasse 9b
Die Kriegsgräberstätte Münster-Gasselstiege. Heldentod, sinnloser Opfergang oder Desertion
M. Heeke
Janis Fifka, Klasse 9c
Zwei Menschen – Ein Ziel: Dasein für die Menschen am Rande der Gesellschaft
Tutorin: G. Pauge
Mark Wetterkamp, Klasse 12
Krankenseelsorge statt Karriere
Bundespräsident Horst Köhler zeichnete am 31. Oktober 2007 im Schloss Bellevue die fünf Erstpreisträger des von der Körber-Stiftung ausgerichteten Geschichtswettbewerbs aus. Das Thema der aktuellen Ausscheibung heißt »miteinander – gegeneinander? Jung und Alt in der Geschichte«. Geehrt wurden insgesamt 50 Bundessieger und die Vertreter der zehn erfolgreichsten Schulen, darunter auch das Geschwister-Scholl-Gymnasium. Über 5.100 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich bundesweit mit 1.257 Projekten am Wettbewerb. Insgesamt waren Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von 250.000 Euro ausgelobt.
Unsere erfolgreichen Teilnehmer hier im Überblick:
Bundessieger beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
3. Preis
Björn Bredehöft, David Niemann, OIIIb (9b): Kinderkuren in Münster in den 50er und 60er Jahren, Tutorin: G. Pauge
3. Preis
Kerstin Harden, OI (Jahrgangsst. 13): „Innerhalb von 12 Monaten hat sich die Welt verändert“ - 1968 - zwischen Kulturrevolution und Kommunalpolitik in Münster, Tutorin: G. Pauge
Parallel zur Bewertung der Einzelbeiträge werden die 10 besten Schulen beim Geschichtswettbewerb mit einem Schulpreis ausgezeichnet. Das Geschwister.Scholl-Gymnasium belegt bundesweit den 5. Platz und erhält einen Föderpreis von 1.000 €.
Auf Landesebene konnten weitere Schüler ausgezeichnet werden.
AKTUELL: Die Jury hat entschieden, die Ergebnisse für 2007 stehen fest. Die Teilnehmer vom Geschwister-Scholl-Gymnasium erreichten folgende Platzierungen:
Landessieger (NRW) beim Geschichtswettbewerb
Sören Weßling, Vc
„Schornsteinfegerhandwerk im Wandel“
Tutorin: G. Pauge
Carolin Niester, IVb
Freizeit von Kindern früher und heute
Tutorin: A. Render
Björn Bredehöft, David Niemann, UIIIb
Kinderkuren in Münster in den 50er und 60er Jahren
Tutorin: G. Pauge
Kerstin Harden, UI
„Innerhalb von 12 Monaten hat sich die Welt verändert“ - 1968 - zwischen Kulturrevolution und Kommunalpolitik in Münster
Tutorin: G. Pauge
Förderpreise auf NRW-Ebene
Julia Nickel, Rafaela Bade, Vb
„Ach, diese Jugend...“ Mode und Film in den 50er Jahren
Tutorin: G. Pauge
Jan-Lucas Hüsing, Christoph Uphoff, Vb
„Wir durften nur im Keller Musik machen” - Jung und Alt im Laufe der Musik
Tutorin: G. Pauge
erfolgreich teilgenommen
Nahid Memarzadeh, Sarah Faizee, Va
Mode im 19./20. Jahrhundert
Tutorin: A. Render
Daniel Frühwald, Alexander Sundermeier, Vb
miteinander - gegeneinander? Erziehung im Wandel
Tutorin: G. Pauge
Frederike Lamken, Lara Wiefermann, IVa
Jung und Alt auf dem Bauernhof, Erziehung und Erbschaften
Tutorin: A. Render
Christoph Merschformann, IVb
Beziehung zwischen Jung und Alt: Ein Vergleich verschiedener Lebenswege
Tutorin: A. Render
Janina Tzieply, Ann-Kathrin Möcklinghoff, UIIa
„Kommt die Kirche aus der Mode?“
Tutorin: G. Pauge
Das Stadtarchiv zeigte im Foyer des Stadthauses Wettbewerbsbeiträge aus Münster. Darunter auch zahlreiche Schülerarbeiten vom Geschwister-Scholl-Gymnasium. Auf den Ablichtungen sieht man Ausschnitte aus der Arbeit „Wir durften nur im Keller Musik machen” von Jan-Lucas Hüsing und Christoph Uphoff aus der Vb.


Der Wettbewerb
Vom 1. September 2006 bis Ende Februar 2007 lief der 20. Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten unter dem Titel
»miteinander - gegeneinander?
Jung und Alt in der Geschichte«.
Der Wettbewerb wendet sich an Kinder und Jugendliche unter 21 Jahren und wird von der Hamburger Körber–Stiftung ausgerichtet. Teilnehmern winken Geld- und Sachpreise in Höhe von 250.000 Euro.
In Deutschland leben immer weniger Kinder, die Zahl der Alten nimmt zu - der demografische Wandel hat dramatische gesellschaftliche Folgen, zwingt zu Reformen und stellt das Verhältnis zwischen den Generationen auf den Prüfstand.
Bundespräsident Horst Köhler, der Schirmherr des Wettbewerbs:
»Der Blick in die Geschichte kann uns lehren, wie Jung und Alt früher zusammengelebt haben. Dabei lassen sich Modelle des Miteinanders, aber auch mögliche Konflikte und deren Lösung finden.«
Wettbewerbsteilnehmer können das Generationenverhältnis im Mehrgenerationenhaushalt, in Patchwork- oder Ein-Eltern-Familien untersuchen. Sie können Proteste von Jugendlichen gegen die Elterngeneration erforschen oder Veränderungen im Leben von Alten in den Blick nehmen. Beispiele wie Generationswechsel in Familienbetrieben, Erziehung in Schule und Betrieb oder Konflikte zwischen Jung und Alt in Einwandererfamilien bieten die Chance, Fragen nach der Nähe der Generationen zueinander, nach Unterstützung, aber auch nach Abhängigkeiten und Einschränkungen nachzugehen.
Auch in diesem Jahr nehmen wieder – angespornt von den guten Erfolgen im letzten Durchgang – mehrere Schülergruppen am Wettbewerb teil.
Zunächst fuhren alle Teilnehmer unserer Schule zu einem Gesprächstermin mit Frau Link, der Archivpädagogin des Stadtarchivs, die den Schülerinnen und Schülern die Arbeitsmethoden der Recherche mit alten Büchern, Dokumenten und Zeitschriften näherbrachte.
Nach diesem Treffen machen sich alle Teilnehmer selbstständig auf die Suche nach Zeitzeugen, die sie zu ihren jeweiligen Themen interviewen können, um möglichst viele Aspekte des Themas zu erforschen. Natürlich beziehen viele neben dem Stadtarchiv auch andere Archive und Büchereien mit ein.
Auch das Heimatmuseum Kinderhaus besuchen die Teilnehmer, um dort u.a. mit Zeitzeugen zu sprechen.
Regelmäßig treffen sich die teilnehmenden Gruppen mit ihren Tutorinnen, Frau Pauge, Frau Render und Frau Schmies, um das weitere Vorgehen und mögliche Schwierigkeiten zu besprechen.
Ende Januar soll für alle Teilnehmer ein ganztägiger „Workshop“ stattfinden, um konzentriert die Endfassung der Arbeiten voranzubringen.
Nachdem die Schüler ca. drei Monate Material gesammelt und gründlich recherchiert haben, beginnt der letzte Teil der Arbeit: die Verschriftlichung sämtlicher Informationen in der endgültigen Fassung. Gebunden werden die Arbeiten dann zur Körberstiftung nach Hamburg geschickt.
Auch der letzte Wettbewerbsdurchgang 2004/2005 ein großer Erfolg.