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Ohne Schirmherr gings nicht

| Kunst

Die Smileys wollten auf dem nassen Asphalt nicht halten. Eigentlich hatten Jürgen Lemke und seine Schüler vorgehabt, für die Eröffnung der Ausstellung „Scholl.Projekte“ mit bunter Kreide eine Spur von der Schule bis zum Bürgerhaus zu malen, aber dem Plan machte das Regenwetter einen Strich durch die Rechnung.

Die übrigen Arbeiten im Rahmen der Ausstellung sind aber wetterunabhängig zu bewundern: Bis zum 22. Juli sind sie in vielen Schaufenstern rund um den Idenbrockplatz zu sehen. Das Projekt läuft im Rahmen von „Kunst trifft Kohl“.

„Für mich gehört Schule in den Mittelpunkt der Gesellschaft, nicht an den Rand“, erklärte Jürgen Lemke, Künstler und Kunstpädagoge am Geschwister-Scholl-Gymnasium, den Untertitel des Kunstprojekts, „Schule ins Zentrum“. Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung des Kunstunterrichts: „Darin lernen die Schüler, neugierig zu bleiben, zu experimentieren und eigene Projekte zu verwirklichen.“

Die Arbeiten, die die Acht- und Neuntklässler entwickelt haben, sind vielfältig: Unter dem Thema „Erinnerungen an die Kindheit“ haben sich Schüler an Orte ihrer Kindheit erinnert und daran, was sie mit ihnen verbinden. Beim Apotheker gabs immer ein Stück Traubenzucker, und so sieht man im Schaufenster der Apotheke am Idenbrockplatz jetzt eine Arbeit, bei der viele kleine bunte Traubenzuckerstücke ein großes Stück bilden.

In einem digitalen Bilderrahmen sieht man in einem anderen Schaufenster Fotos, auf denen Schüler verschiedene Einkaufstüten experimentell im öffentlichen Raum angeordnet haben. In einem anderen finden sich kritische Sichtweisen auf hohe und niedrige Häuser, verbunden mit Zitaten. Auf die Ladeninhaber sind die Schüler selbst zugegangen, haben den Kontakt hergestellt.

VON SANDRA PETER, WN DÜLMEN
 

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Kunstpädagoge Jürgen Lemke war als Schirmherr gefragt: Die Smile-Aktion zwischen Schule und Zentrum fiel ins Wasser und wird am 15. Juli wiederholt.Foto: (sape)