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Mission Completed - "Stratoscholl II" erfolgreich geborgen

Erstellt von R. Carrie | | MINT

Wir haben sie wieder!! Aufnahmen und Daten werden in Kürze ausgewertet. Die Ergebnisse und die Dokumentation werden auf der MINT-Nacht zu sehen sein!

Die Bedingungen für den Start hätten nicht besser sein können - keine Wolke am Himmel und den Zeitplan nahezu eingehalten. Die Organisationsgruppe und die Ballongruppe haben ganze Arbeit geleistet und in kurzer Zeit den Ballon unter der Aufsicht von Frau Körschkes mit über 4000l Ballongas befüllt. An der Technik wurde bis zuletzt gebastelt. Wackelkontakte mussten beseitigt werden, GPS mehrmals getestet werden und für die Ozonsonde wurde extra noch ein Loch ins Styropor geschnitten. Dann aber: alle Technikbauteile liefen wie geplant, Deckel drauf, verknoten und nach einem kurzen Countdown ging es in die Lüfte. Ab 13:35 Uhr stieg die Sonde in eine Höhe von mehr als 34000m(!) auf - mehr als wir gedacht hätten. Die Fachlehrkräfte der Wahlpflichtkurse Herr Rommen (MINT), Frau Weidmann und Herr Carrie (beide Informatik/Technik) konnten in einigen Situationen noch helfen, ließen den Schüler*innen jedoch auch an diesem Tag freie Hand bei der Durchführung des Projektes.

Um 14 Uhr machte sich die Bergungsgruppe mit 5 Schüler*innen, einer Schülerinnenmutter, Herrn Rommen und Herrn Carrie auf den Weg. Die vorausberechnete Route ergab einen Ladeplatz in der Nähe von Lippstadt und die Sonde sollte um ca. 15:30 Uhr (2 Stunden Flugzeit) wieder auf dem Boden gelandet sein. Als um 15:50 Uhr immer noch kein Signal der GPS-Tracker übertragen wurde, machten sich erste Unsicherheiten breit. Konnte Sie noch unterwegs sein? Wenn ja, müsste die geplanten 32000m weit überschritten worden sein. Und tatsächlich, um 16 Uhr, also fast zweieinhalb Stunden später übertrug der erste GPS-Tracker ein Signal über das Mobilfunknetz, allerdings aus einer Höhe von immer noch 2000m.

Die Sondensucher*innen waren noch etwa 20km vom "neuen" Zielgebiet Salzkotten / Paderborn entfernt und somit ging die Fahrt weiter. Auf der Fahrt gab der zweite GPS-Tracker den entscheidenden Hinweis auf das endgültige Ziel. 850m vor dem markieren Punkt auf der Karte ging es nur noch zu Fuß weiter und nach einem kurzen Waldspaziergang konnte die Bergungstruppe (übrigens unterstützt von zwei Sondenbauern unserer ersten Sonde) den roten Fallschirm entdecken.

Die Sonde ist ohne sichtbare Beschädigungen gelandet und nach dem Öffnen sah man, dass alle Instrumente noch einsatzfähig waren - die Speicherkarten allerdings voll, die Akkus fast leer und alles entsprechend bereit zur Bergung. Eine erste Prüfung der Speicherkarten ergab, dass heute wirklich alle verbauten Teile funktioniert haben - sogar die selbstgebastelte Ozonsonde. Ein Schlüssel für die erfolgreiche Ortung war mit Sicherheit der zweite GPS-Tracker. Ohne diesen exakten Hinweis wäre es sehr schwierig geworden die Sonde im Nachhinein zu orten, da der erste Tracker nach der erstmaligen Übertragung keine weiteren GPS-Daten mehr geliefert hat.  

Wie beim Start der ersten Sonde gab es auf diesmal ein riesiges Aha-Erlebnis, als sich der Ballon auf den Weg machte. Die Schüler*innen können stolz auf ihre Leistung sein. In den folgenden Unterrichtstunden können sie nun die Messdaten auswerten und einiges über den Aufbau der Stratosphäre lernen.

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