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Besuch im Bibeldorf Rietberg

Erstellt von Schülerinnen der 5b | | Exkursionen

Die Fahrt ins Bibeldorf ist seit vielen Jahren fester Bestandteil unseres Fahrtenprogramms. Das Bibeldorf im ostwestfälischen Rietberg versteht sich als religionspädagogischer Lernort und möchte Umwelt und Lebensbedingungen aus biblischer Zeit nahe bringen. Dabei geht es in einem sehr umfassenden Sinn um das Leben im Alten Orient und den Alltag antiker Kultur. Auch werden unterreligiöse Themen angesprochen.

Hier berichten zwei Schülerinnen aus der Klasse 5b über den diesjährigen Ausflug:

Eva Krämer aus der Klasse 5b schreibt:

Am 23.05.2019 sind meine Klasse und ich mit dem Bus ins Bibeldorf nach Rietberg gefahren. Als wir dort waren, erwartete uns eine Mitarbeiterin des Museums. Zuerst sind wir in die Synagoge gegangen. Dort haben wir über das Judentum gesprochen, denn Jesus war Jude. Tim durfte sich Kleidung anziehen, die ein gläubiger Jude trägt. Wir haben uns auch die Tora angeschaut, sie ist die Bibel der Juden.

Anschließend besichtigten wir ein Einraumhaus. Zur Zeit von Jesus haben Menschen und Tiere hier gemeinsam gelebt.

Besonders interessant fand ich die Ausgrabungsstätte, die zeigt, wie Archäologen in Jordanien bei Ausgrabungen vorgehen und was sie alles finden.

Danach konnten wir im Sabbatraum Brot wie früher mit einem einfachen Joghurt-Dip essen und Wasser trinken.

Dann haben wir uns in Gruppen aufgeteilt: Es gab die Gruppe für den Kräutergarten, für den Seilbinder und für die Holzarbeit. Ich war in der Seilbindergrupe und hatte viel Spaß. Wir bekamen gezeigt, wie man eine stabiles Seil aus Hanf herstellt, das wir dann mit zur Schule nehmen durften.

Kurz danach haben wir uns ein Nomadenlager angesehen. In den Zelten gab es Männerbereiche und Frauenbereiche. Hawa durfte ein langes Gewand mit weiten Ärmeln anziehen, das in der Wüste sehr hilfreich ist und gegen Wind, Sand und Hitze schützt. In den weiten Ärmeln kann man sogar Sachen transportieren, zum Beispiel auch von der Sonne getrocknete Kamelkacke, die als Brennmaterial verwendet wurde.

Danach haben wir zusammen Mehl gemahlen.

Mir hat der Ausflug ins Bibeldorf sehr gut gefallen. Schön fand ich, dass die Häuser gelb angestrichen sind. Vielleicht fahre ich noch einmal mit meiner Familie dorthin.

 

Und dies ist Finja Freydanks Rückblick:

Am 23.05.19 sind wir nach Rietberg gefahren. Die Klassen 5a und 5b machten einen spannenden Rundgang durch das Bibeldorf.

Als erstes ging die Klasse 5b in die Synagoge. Dann ging es in einem Raum mit einer großen Karte von Israel weiter. Dort guckten die Schülerinnen und Schüler, welche Städte sie schon kennen und hörten aufmerksam der Geschichte des helfenden Samariters zu.

Weiter ging es in das Einraumhaus, wo erklärt wurde, warum die Fenster fast zu waren. Denn dann kam bei Sandstürmen nicht so viel Sand ins Haus.

Nun ging es zum Essen, wo es Fladenbrot mit Joghurt-Dip gab. Hier konnte man merken, wie dunkel es in einem Einraumhaus von innen ist, denn es fällt wegen der schmalen Fenster wirklich wenig Licht in den Raum.

Jetzt musste die Klasse selbst ran. Eine Gruppe schreinerte, eine andere machte ein Seil und die dritte stellte aus selbst gepflückten Kräutern ein eigenes Kräutersalz her.

Anschließend gingen sie in ein Nomadenzelt. Hier erfuhren die Schülerinnen und Schüler, was die Menschen, die als Nomaden lebten, trugen, und dass, wenn einer aus der Gemeinschaft seine Aufgabe nicht erfüllte, nichts mehr funktionierte.

Zu guter Letzt ging die Klasse noch Mehl mahlen, was an Hand-Mühlen aus Stein geschah. Das Mahlen war recht schwierig und anstrengend. Insgesamt schafften sie nicht einmal 1 Kilo Mehl zu mahlen, was sich am Ende zeigte, als alle Erträge gewogen wurden.

Mit dem Seil, dem Kräutersalz und dem Mehl fuhren die Schülerinnen und Schüler glücklich und erschöpft wieder nach Münster zurück.

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