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Feierliche Entlassfeier für die Abiturientia

Maskenball statt Abiball

Als der Abiturjahrgang des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in sein  letztes Schuljahr ging, konnte sich wahrlich niemand vorstellen, wie es enden würde. Die Corona-Pandemie hat so einiges auf den Kopf gestellt und die Schülerinnen und Schüler sowohl um die Mottowoche wie auch den Tag X gebracht. Abiturprüfungen mussten verschoben wurden, zwischenzeitlich glaubten viele sogar  schon daran, dass die Prüfungen ganz ausfallen könnten. Doch während die Prüfungspflicht bestehen blieb, entfiel die Kür. Der geplante Abiball am 12. Juni musste schweren Herzens abgesagt werden.

Darum war es allen Beteiligten so wichtig, zumindest die Zeugnisausgabe im großen Rahmen zu gestalten. Ein Team aus sechs Schülerinnen  organisierte  gemeinsam mit der Schulleitung und dem Hausmeisterteam  die feierliche Zeugnisvergabe in der großen Sporthalle des Schulzentrums. Die hatte sich bereits bei den Abiturklausuren als zentraler Prüfungsraum bewährt. Und da der Hallenboden mit Ferienbeginn sowieso erneuert werden muss, konnte ihm nun auch noch eine Veranstaltung mit hochhakigen Schuhen zugemutet werden. Doch zuvor wurden Stühle geschleppt, Kabel verlegt und Sitzpläne entworfen, um in großer Runde mit Eltern und Lehrern feierlich die Übergabe der Abiturzeugnisse zu zelebrieren.

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Ralf Cyrus  spielten Aiyana Gionker (Harfe) und  und Pia Tönnissen (Cello)  Themen aus der  Titelmusik  „Fluch der Karibik“ und „Perfect“ von Ed Sheeran. Später begleiteten Anton Plonka (E-Gitarre) und Andreas Kiepe (Trompete)  Frieda Janzing bei den Stücken „Valerie“  von  Amy Winehouse und  „What you know“ von  Two Door Cinema Club.

Während der Elternvertreter Herr Kuhmann in seiner Ansprache nochmals die besonderen Bedingungen  hervorhob, unter denen der diesjährige Abiturjahrgang seine Prüfungen abzulegen hatte,  war es die Aufgabe der Stufenleiter Frau Hansen und Herrn Heeke die „knallharten Ausbildungsjahre“ anhand von zahlreichen Fotographien nochmal Revue passieren zu lassen. Die Jahrgangssprecherinnen Frieda Janzing und Katharina Sundermeier bedankten sich für die „zahlreichen Experimente“, die man an der Stufe vorgenommen hat.

Der Schulleiter Ralf Cyrus offenbarte in seiner Rede, wie stolz er auf die diesjährige Abiturientia war, die der erste G9-Jahrgang ist, der wieder nach dreizehn Jahren das Abitur ablegte.  Für die Zukunft wünschte er Ihnen, insbesondere auch in schwierigen Situationen den Mut aufzubringen, Entscheidungen zu treffen. Das Rüstzeug dazu sollten alle nach der umfangreichen Ausbildungszeit mit auf den Weg bekommen haben.

Bevor die 68 Schülerinnen und Schüler am Freitag ihr wohlverdientes Abiturzeugnis in Empfang nehmen konnten, wurden noch zehn Schülerinnen und zwei Schüler ausgezeichnet, die sich in der Schülerstiftung Courage engagiert hatten. Die schon 2006 von Abiturientinnen gegründete Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, soziale Benachteiligung im Stadtteil Kinderhaus abzubauen. Bis heute wird dieser Gedanke von Stufe zu Stufe weitergetragen. 

Nach der offiziellen Verabschiedung ließen die glücklichen Absolventen bei strahlendem Sonnenschein Luftballons aufsteigen. Es passt zum Wandel der Zeit, dass diese aus biologisch abbaubaren Material gefertigt waren.

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Die Abiturientia in Zeiten als man noch keine "Mundnasenbedeckung" tragen musste
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Maskenball statt Abiball: Die Stufenleiter Tanja Hansen und Matthias Heeke bei der Abiturzeugnisvergabe