Zwischen Geschichte, Döner und verlorenen Handys

Studienfahrt Berlin 2026  - Vom 2. bis 5. Februar 2026 fand wieder unsere alljährliche Berlin-Studienfahrt der Geschichts- und Sozialwissenschaftskurse der Q1 statt.

Hierbei wird interessierten Schülerinnen und Schülern beider Fachbereiche die Möglichkeit gegeben, ihr erworbenes Wissen während der Fahrt anhand verschiedener interaktiver Workshops und Museumsbesuche in der Hauptstadt zu vertiefen. Fachlich begleitet wurde die Fahrt von Frau Watson, Herr Dr. Heeke und Herr Förster. Wir blicken zurück auf eine ereignisreiche und sehr kalte Fahrt.  

Am 2. Februar startete die Fahrt frühmorgens in Richtung Berlin. Nach einem kurzen Stopp an der Gedenkstätte Grenzübergang Marienborn, der zur Zeiten der deutschen Teilung den größten Grenzübergang an der innerdeutschen Grenze darstellte, kam die Gruppe gegen 13:30 Uhr in Berlin an. Im Anschluss folgte ein interaktiver Workshop in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Den Rückweg durften die Schüler*innen dann kreativ gestalten - denn der ÖPNV streikte. Den Abend ließen die Schülerinnen und Schüler in gemütlicher Runde beim gemeinsamen Kartenspielen ausklingen.  

Der nächste Tag begann zunächst mit einem Besuch des Gedenkstättenareals Bernauer Straße, das allerdings wie so einiges in Berlin völlig vereist war, sodass wir uns schnell in den wartenden Bus retteten. Danach wurde der Bundesrat besichtigt und an einem Rollenspiel teilgenommen, bei dem die Schülerinnen und Schüler ein ihnen zugeteiltes Bundesland im Bezug auf einen Gesetzesentwurf pro und contra eines Böllerverbotes vertreten durften. Diese Aufgabe wurde mit sehr viel Spaß in Zweier-Teams bearbeitet. Anschließend wurden die Ausarbeitungen vorgetragen. Am Nachmittag wurde dann der Bundestag besichtigt und die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, interessante Fragen an eine Mitarbeiterin der MdB Frau Schulze zu stellen. Abgerundet wurde der Tag durch das Erkunden von typischen Berliner Foodspots am Abend.  

Am Mittwochvormittag wurden zunächst mit dem Bus die Holocaust-Gedenkstätte und das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors angefahren. Anschließend setzten wir uns in der Ausstellung Flucht, Vertreibung und Versöhnung mit der Thematik Zwangsmigration auseinander. Am Nachmittag wurde dann die Gedenkstätte Hohenschönhausen - das zentrale Untersuchungsgefängnis der Stasi - besucht. Zeitzeugen gaben einen lebendigen Eindruck von den Haftbedingungen und Methoden der Staatsssicherheit. Danach blieb den Schülerinnen und Schülern noch Zeit, Berlin auf eigene Faust zu erkunden und sich beispielsweise die Mall of Berlin anzusehen. Auch der ein oder andere Döner wurde gegessen, bevor es wieder zurück ins Hotel ging.  

Am Donnerstag, den 5. Februar stand schließlich der letzte Tag unserer Berlinreise an. Nachdem das Gepäck in den Bus geladen worden war, stand der Besuch des Jüdischen Museums auf dem Plan. Nach einer interessanten Führung wurde als letzter Programmpunkt der Ku’damm angesteuert. Währenddessen bemerkte ein Schüler plötzlich, dass sein Smartphone fehlte. Nachdem er sich auf den Weg zurück ins Museum machte, bemerkte ein anderer Schüler, dass das gesuchte Smartphone einfach nur zwischen die Sitze im Reisebus gerutscht war. Es dauerte etwas, bis der Schüler wieder glücklich mit seinem Handy vereint werden konnte. Um 22:00 Uhr kehrten die Schülerinnen und Schüler mit vielen neuen Eindrücken und dem ein oder anderen Souvenir nach Münster zurück. 

Gruppenfoto im Bendler-Block, der zentralen Gedenkstätte des Deutschen Widerstandes