Au revoir de Bazas

Und ehe wir uns versehen haben geht unsere Zeit in Bazas auch schon zu Ende und wir sitzen im Zug Richtung Münster.

 Aber zunächst ein Blick zurück: Hinter uns liegt nach dem individuellen Wochenendprogramm in den Gastfamilien ein abwechslungsreiches gemeinsames Programm. Am Montag konnten wir live erfahren, wie Schule in Frankreich funktioniert. Da das Collège nur SchülerInnen von der 5. bis zur 9. Klasse besuchen, waren wir von den Schülerprotesten, die zur Zeit in den französischen Schulen gibt, nicht betroffen und der reguläre Unterricht konnte zum Glück ;-) stattfinden. Wir arbeiteten zunächst in der Schule an unserem bilingualen Projekt zur Nachhaltigkeit. Der Vergleich von Lösungsansätzen in den beiden Ländern für ein nachhaltigeres Leben brachte interessante Erkenntnisse, ließ aber auch Fragen offen: „Warum gibt es eigentlich in Frankreich kein Pfandsystem?“ Oder: „Was machen Schulkantinen in Deutschland gegen Lebensmittelverschwendung?“ 

Neben dem Theorieteil ging es in den folgenden Tagen in unterschiedliche „Freiluft-Klassenzimmer“. An der Düne von Pyla und in Arcachon konnten wir nicht nur Atlantikluft schnuppern, sondern auch einiges über die Folgen des Klimawandels erfahren und mit eigenen Augen sehen. Die Spuren der verheerenden Waldbrände von 2022 sind dort immer noch sichtbar. Auch auf der Wanderung durch den Wald von Uzeste, einem Nachbarort von Bazas, erfuhren wir durch die Erklärungen unseres „guide“ Jérémie einiges über die Flora und Fauna dieses größten Waldgebietes Westeuropas. Ein weiteres Ziel war die Bäckerei von Uzeste, einem kooperativ und ehrenamtlich geführten Projekt. Hier konnten wir sehen, wie Nachhaltigkeit gelebt werden kann. Der Geschmack der Croissants, Chocolatines und Baguettes hat alle zusätzlich überzeugt ;-) Und zum Schluss noch ein Blick in die Zukunft: Vom 3. bis 11. Dezember wird es das Wiedersehen in Münster geben, auf das sich alle schon freuen.