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Gemeinsames Lernen

Wir sind die Klasse 5a. In unserer Klasse sind 18 Kinder. In den Pausen spielen wir am liebsten Fußball oder Basketball. In den letzten Wochen haben schon viel zusammen unternommen: wir waren im Allwetter-Zoo Münster, haben eine Schulrally und den Barriere-Check gemacht. Bald gehen wir noch ins Theater und ins Kino.

Seit dem Schuljahr 2014/2015 gibt es am Geschwister-Scholl-Gymnasium in jedem Jahrgang eine Klasse, in der Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam Lernen. In unseren aktuell fünf Klassen des gemeinsamen Lernens arbeiten wir mit großem Engagement in multiprofessionellen Teams, um jedes Kind bestmöglich zu unterstützen und individuell zu fördern. Die Einführung der Inklusion hat unsere Schule noch vielfältiger und bunter gemacht und gerne stellen wir uns den neuen Herausforderungen, denn die Arbeit mit den Kindern macht uns viel Freude. Dabei ist uns besonders wichtig, dass die Kinder sich hier angenommen und ernstgenommen fühlen, Freunde finden und Spaß am Lernen haben. Dass die Kinder gern in die Schule kommen und uns vertrauensvoll begegnen, bestärkt uns in unserer Arbeit.

Bei einer zieldifferenten Förderung (Unterstützungsbedarf im Bereich Lernen und Geistige Entwicklung) werden die Schülerinnen und Schüler in der Klasse des Gemeinsamen Lernens unterrichtet und gefördert, ohne dass das Erreichen des Abiturs angestrebt wird. Je nach Entwicklung und Leistungsfähigkeit kann ein Schulabschluss z.B. der Hauptschulabschluss nach Klasse 9 nach 10 Schulbesuchsjahren erreicht werden.

Die zielgleiche Förderung sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler z.B. mit einem Unterstützungsbedarf Sehen oder Hören und Kommunikation den gymnasialen Schulabschluss anstreben.

Über die Klassen des gemeinsamen Lernens hinaus unterstützen wir diese Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf, die in den Regelklassen zielgleich unterrichtet werden. Je nach anerkanntem Förderbedarf kann den Schülerinnen und Schülern ein Nachteilsausgleich gewährt werden, der in Absprache mit allen Beteiligten festgelegt wird.

 

Berufsorientierung

Angebote für die Schülerinnen und Schüler:

  • Einbindung in Pflichten und Aufgaben im Schulleben (Klassendienste, Hofreinigungsdienst, Mensadienst) und die positive Rückmeldung bei verlässlicher Durchführung sowie Missbilligung nicht erfüllter Aufgaben
  • zunehmende Übertragung von selbstständigen und selbstverantwortlichen Aufgaben (Einkauf für den Hauswirtschaftsunterricht, Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln)
  • die Vermittlung von angemessenem Verhalten in der Öffentlichkeit durch das Aufsuchen außerschulischer Lernorte (Höflichkeit, angemessenes Einhalten von Nähe und Distanz, Blickkontakt, respektvoller Umgang miteinander).
  • Teilnahme am Girls Day mit intensiver Vor- und Nachbereitung (Klassen 5 und 6)
  • Einführung Unterrichtsfach „Arbeitslehre“ ab Klasse 6 (Hauswirtschaftslehre)
  • Einführung des Faches Wirtschaft ab Klasse 7

 

Hier steht die Reflexion und Selbsteinschätzung der eigenen Fähigkeiten und Neigungen im Vordergrund. Es sollen viele verschiedene Berufsbilder kennen gelernt werden. So kann eine Grundlage entstehen, auf der realistische und zukunftsfähige Berufswahlentscheidungen gefällt werden können. Durch die Teilnahme an der Potentialanalyse in der Klasse werden den Schülerinnen und Schülern eigene Fähigkeiten aber auch Interessensschwerpunkte in bestimmten Berufsfeldern eröffnet. Mit einem einwöchiges Schnupperpraktikum sollen erste Erfahrungen in der Arbeitswelt gesammelt werden.

Angebote für die Schülerinnen und Schüler:

  • Projekt „Zukunftswerkstatt: Der Griff nach den Sternen“ individuelle Fähigkeiten, Berufswünsche sowie individuelle Unterstützungsmöglichkeiten werden erarbeitet
  • Beginn KAOA (Potentialanalyse)
  • Arbeit mit dem Berufswahlpass
  • Betriebsbesichtigungen im Rahmen des Unterrichtsfaches „Wirtschaftslehre“
  • Unterrichtsfach Arbeitslehre (Hauswirtschaftslehre, Einführung der Arbeit mit dem REAVIS Koffer zur Erlernung elementarer motorischer handwerklicher Fähigkeiten)
  • Busfahrtraining
  • einwöchiges betriebliches Schnupperpraktikum im zweiten Schulhalbjahr der 8. Klasse

 

Anhand von zwei 2-wöchigen Betriebspraktika, die um eine Woche verlängert werden können,  werden in dieser Stufe die Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler erprobt und individuell möglicherweise verändert. Desweiteren werden Bewerbungsunterlagen erstellt und Bewerbungsgespräche geübt. Zudem werden erste Kontakte zu der Rehaberatung der Arbeitsagentur geknüpft.

Angebote für die Schülerinnen und Schüler:

  • zwei 2-3wöchige Praktika jeweils im ersten und zweiten Schulhalbjahr
  • intensive Vor- und Nachbereitung der Praktika
  • Erstellen von Praktikumsberichten
  • Erstellen von Bewerbungsunterlagen/ Bewerbungstraining
  • Unterrichtsfach Arbeitslehre: Hauswirtschaftslehre, Werken mit Holz, Textiles Werken/Nähkurs
  • Angebote durch Lernen Fördern
  • individuelle Beratungsgespräche mit der Rehaberaterin der Arbeitsagentur
  • Besuch des BIZ

Gemeinsam werden Wege zum gewünschten Beruf erarbeitet. Durch ein weiteres 2-wöchiges Betriebspraktikum sowie mögliche individuelle Qualifizierungspraktika werden die Bemühungen in der Berufsvorbereitung noch einmal verstärkt und die beruflichen Chancen der Jugendlichen verbessert. Des Weiteren wird mit der Agentur für Arbeit kooperiert. Im Unterricht rücken lebenspraktische Inhalte in den Vordergrund.

Angebote für die Schülerinnen und Schüler:

  • ein 2-3-wöchiges Praktikum im 1. Schulhalbjahr mit intensiver Vor- und Nachbereitung
  • Erstellen eines Praktikumsberichts
  • Individuelles Qualifizierungspraktikum (nach Absprache)
  • Unterrichtsfach Arbeitslehre (Hauswirtschaftslehre, Werken mit Holz, Textiles Werken/ Nähkurs)
  • Gespräche und weiterführende Beratungen mit der Rehaberaterin der Arbeitsagentur
  • Anmeldung an weiteren berufsvorbereitenden Maßnahmen nach Klasse 10
  • Besuche der berufsvorbereitenden Einrichtungen (z.B. Berufskollegs, Lernen fördern, Akademie Überlingen etc.)
  • Anmeldung an einem Berufskolleg über Schüler Online