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Am 16.06.2020 hat die Schulkonferenz den Beschluss gefasst, 

dass das Geschwister-Scholl-Gymnasium ab dem Schuljahr 2020/21 eine flächen­deckende Ausstattung aller Schüler*innen und Kolleg*innen mit iPads anstrebt, um auf dieser Grundlage mithilfe eines Konzeptes das Lernen zu digitalisieren.

Dabei wird die Ausstattung das besondere finanzielle und solidarische Engagement der Elternschaft und des Kollegiums erfordern sowie die Anstrengung der Schule, sämtliche weiteren finanziellen Mittel zu requirieren. 


Zur Zeit erfolgen weitere Planungsschritte, wie wir iPads am Geschwister-Scholl-Gymnasium mit Erfolg einführen können. Während des Entscheidungsprozesses für den Einsatz von digitalen Endgeräten an unserer Schule und auch während der derzeitigen Planungsphase für ein erfolgreiches digtales Konzept kam es und kommt es zu vielen Fragen, die geklärt werden mussten/müssen. Die wichtigsten Fragen und Antworten haben wir für Sie hier zusammengetragen.

Fragen zu den iPads

Die Förderung von Medienkompetenzen ist eine zentrale Bildungsaufgabe. Ziel ist es, Schüler*Innen zu einem sicheren, reflektierten, kreativen und verantwortungsvollen Umgang mit Medien zu befähigen und neben einer umfassenden Medienkompetenz auch eine informatische Grundbildung zu vermitteln.

In der Umsetzung dieser Idee sieht das Ministerium für Schule und Bildung im Rahmen seiner Digitalisierungsstrategie den Erwerb digitaler Kompetenzen und die Nutzung der Chancen und Potenziale digitaler Medien für das fachliche und überfachliche Lernen und Lehren als Aufgabe aller Fächer.

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium setzt sich zum Ziel, dass die Schüler*innen im Verlauf ihrer Schullaufbahn eben diesen sicheren, reflektierten, kreativen und verantwortungsvollen Umgang mit Medien lernen, mutig neue Lernwege beschreiten und vielfältige Lernwege entdecken. Digitale Medien sollen das Lernen der Schüler*innen unterstützen und für die Schüler*innen ein Selbstverständnis in ihrem Lernalltag sein, so dass eine Grundlage für die zukünftige Berufswelt geschaffen wird. Der Medienkompetenzrahmen NRW stellt für das Geschwister-Scholl-Gymnasium Münster dabei eine sinnvolle und strukturierte Vorlage dar. Die sechs Kompetenzbereiche mit insgesamt 24 Teilkompetenzen zielen dabei in ihrer Gesamtheit auf eine systematische Medienbildung entlang der gesamten Bildungskette, an der sich alle Fächer beteiligen. Die Lehrer*innen unserer Schule begleiten die Schüler*innen bei der Verwendung neuer Medien und fördern den Austausch über die Möglichkeiten digitaler Medien, reflektieren mit den Schüler*innen kritisch über Auswirkungen, thematisieren Datenschutzaspekte und regen zur Selbstregulation an. Im gesamten Bildungsprozess hat die Lesekompetenz nach wie vor den zentralen Stellenwert, da sie als Voraussetzung zum selbstständigen Lernen schlechthin gesehen wird. Digitale Werkzeuge und Medien sollen sowohl kreativ, aber auch zum Lösen von Problemen eingesetzt werden und sich dabei positiv auf die Unterrichtsqualität und die Schüleraktivität auswirken. Die Schüler*innen sollen die Rezipienten- bzw. Konsumentenrolle verlassen und in die Produzentenrolle schlüpfen und Lern-, Recherche und Arbeitsergebnisse mit Hilfe der digitalen Tools präsentieren. 

Diese fächerübergreifenden didaktisch-pädagogischen Grundsätze und Ziele sollen sich in der Gestaltung des Lehrens und Lernens in der digitalen Welt wiederfinden und stets bei der Planung fachbezogener, aber auch fächerübergreifender Unterrichtsvorhaben Berücksichtigung finden.

Die Unterrichtsplanung und -entwicklung für eine verlässliche Schulbildung sollte so erfolgen, dass die Unterrichtssequenzen – basierend auf den Kernlehrplänen von 2019 und dem Medienkompetenzrahmen NRW – von sämtlichen Fachlehrer*innen verbindlich durchgeführt werden. „Durch den Einsatz von digitalen Medien in Unterrichtseinheiten erhält die Förderung der Fachkompetenzen zusätzliche Perspektiven.“ Die Weiterbildung und Motivation der Lehrkräfte ist entscheidend für den Erfolg und stellt eine Kernaufgabe in der Umsetzung des Konzeptes dar, so dass immer wieder neue Impulse und Möglichkeiten für die Unterrichtsentwicklung gegeben werden.

Von Beginn an sollen die Schüler*innen an das Arbeiten mit digitalen Werkzeugen gewöhnt werden. So wird jede*r Schüler*in ein Zugang zum digitalen Schulnetz eingerichtet, wodurch die Schüler*innen früh lernen sollen, sich auch digital zu organisieren. Sie sollen lernen, ihre Daten zu verwalten und mit anderen Personen auszutauschen, sich über Termine und Schulaktivitäten zu informieren und mit anderen Personen sachlich zu kommunizieren. Unser Schwerpunkt auf die „Bildung in der digitalen Welt“ zeigt sich unter anderem durch den Informatikunterricht für alle Schülerinnen und Schüler bereits in der Einführungsphase.

Zur Umsetzung und Erfüllung unseres Leitbildes ist es unabdingbar, dass die medialen Ausstattungsmerkmale einheitlich und verlässlich sind:

Für die Klassenräume bedeutet dies, dass sämtliche Klassenräume (inklusive der Sporthallen) breitbandig an das Internet angeschlossen sind und zeitgemäße Präsentationstechniken (z. B. Beamer und Lautsprecher mit Übertragungsschnittstellen / Dokumentenkamera) fest installiert sind.

Für die Lehrkräfte bedeutet dies, dass diese medial so ausgestattet werden, um Unterrichtsvorhaben der neuen Lehrpläne entwickeln, planen und testen zu können. Die Lernmedien, die in den einzelnen Fächern zusätzlich benötigt werden müssen in genügender Menge vorhanden sein und auch am häuslichen Arbeitsplatz, an dem meist Vorbereitung stattfindet, verwendet werden können.

Für die Schüler*innen bedeutet dies, dass für diese eine mediale Ausstattung in Form von mobilen digitalen Endgeräten zur Verfügung steht, so dass die Verwendung der Geräte kontinuierlich erfolgen kann, der Umgang mit digitalen Werkzeugen selbstverständlich wird und das Arbeiten in vollständig digitalen Klassenräumen somit ermöglicht wird. In der in den Jahren 2017-2020 durchgeführten Testphase, in der vereinzelt Schüler*innen die Erlaubnis erhielten, ausschließlich mit iPads zu arbeiten, zeigte sich, dass die 1:1 Ausstattung (ein digitales Endgerät pro Schüler, inklusive Eingabestift und Tastaturhülle) eine Möglichkeit darstellt um einen selbstverständlichen Umgang zu gewähren – und das klassenübergreifend. Ab welcher Jahrgangsstufe eine 1:1 Ausstattung eingeführt wird sollte stets mit den Eltern der Jahrgangsstufen beraten werden.

Bei den Überlegungen zur Unterrichtsentwicklung geht es nicht darum, das Analoge durch das Digitale zu ersetzen. Durch eine Technisierung des Unterrichts ist der Schritt zu einer zeitgemäßen Bildung nicht abgeschlossen. Aktuelle medienpädagogische Modelle bieten aber Ansätze, wie die Bearbeitung und Gestaltung von Aufgaben durch technische Hilfsmittel verbessert werden können. Dabei spielt es eine wesentliche Rolle, dass das gesamte Kollegium durch Fortbildungen – schulintern, extern oder durch Medienberater – regelmäßig an das Arbeiten mit immer neuen Werkzeugen und Programmen herangeführt wird, um anschließend den Schüler*innen die Medienkompetenzen zu vermitteln. Somit erfolgt auch die Planung und Umsetzung neuer Unterrichtsideen schrittweise und orientiert sich dabei auch immer an den Kompetenzen der Lehrkräfte. 

Die Evaluation innerhalb der Fachschaften, welche Medien bereits zum Einsatz kommen, welchen Bedarf an medialer Ausstattung und Fortbildungen und welche Medienteilkompetenzen des Medienkompetenzrahmen NRW bereits durch die einzelnen Fächer vermittelt werden bedarf einer regelmäßigen Rückmeldung bzw. Einholung durch den Medienkoordinator. Die Zielführung dabei ist, die Teilkompetenzen in den schulinternen Lehrplänen soweit auszuweisen, dass aus ihnen methodisch-didaktische Vereinbarungen zur Unterrichtsgestaltung hervorgehen. Für einige Teilkompetenzen wird zudem eine fächerübergreifende, projektorientierte und/oder außerschulische Umsetzung in Betracht gezogen, sofern diese keinem Leitfach zuzuordnen sind.

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium befasst sich seit ca. 3 1/2 Jahren mit dem Thema Digitalisierung in einem eigenen Medien-Arbeitskreis. Innerhalb dieses Arbeitskreises wurden vielfältige Sichtweisen, Bedenken, Chancen und Risiken diskutiert. Durch die Impulse der Stadt (WLAN-Infrastuktur, Beamer in allen Räumen), des Landes (Medienkompetenzrahmen, neue Lehrpläne mit Medienkompetenzrahmenverankerung, Digitalpakt) hat sich der Arbeitskreis mit möglichen Szenarien beschäftigt, wie die Schüler*innen in Zukunft mit digitalen Medien arbeiten können. 

Um erste Erfahrungen mit digitalen Endgeräten für Schüler*innen im Unterricht zu machen, hat die Schule 36 iPads angeschafft. Diese konnten als "iPad-Koffer" ausgeliehen und im Unterricht eingesetzt werden. Es wurde deutlich, dass die iPads gut funktionierten - es wurden Filme und Erklärvideos gedreht, Hörspiele eingesprochen, Bewegungen im Sportunterricht aufgenommen und viel recherchiert und man konnte erahnen, welche weiteren Möglichkeiten mit einer 1:1 Ausstattung möglich wären. Es zeigte sich zudem, dass viele Medienprodukte mehr Zeit als eine Doppelstunde benötigen und gab es bei 2 iPad-Koffern bereits deutliche Engpässe.

Seit dem Schuljahr 2018/19 arbeiteten einige Schüler*innen an unserer Schule in einem Pilotprojekt im Unterricht mit iPads mit Stift und konnten ihre analogen Arbeitsmaterialien fast vollständig digitalisieren. Die stukturierte Heftführung ohne eine Blattsammlung und die ständige Bereithaltung der Materialien wurden als außerordentlich positiv gesehen. Obwohl die unterrichtenden Lehrkräfte für dieses Pilotprojekt ihren Unterricht nicht umgestellt haben und das schulische WLAN für die Schüler*innen noch nicht zur Verfügung stand und die Geräte nicht von der Schule konfiguriert wurden, wurde deutlich, dass eine Digitalisierung - als ersten Schritt in Form einer Subsitution des analogen Unterrichtes - durch das iPad mit dem Stift möglich ist. Mit den verbesserten Bedingungen: WLAN, einheitliche Gerätekonfiguration, bereitgestellte Apps, ein virtuelles Klassenzimmer und Kontrollmöglichkeiten für die Lehrkräfte konnte der Arbeitskreis Medien sich für den Einsatz der Technologie und der Fortführung und Erweiterung des Pilotprojektes aussprechen.

Im Frühjahr 2020 gab es bereits Gespräche mit den Elternvertretern, dass im kommenden Schuljahr eine Klassenstufe mit der ausgewählten Technologie möglicherweise ausgestattet werden konnte. Doch die Coronakrise ließ weitere Planungsschritte zunächst nicht zu.

Der Fernunterricht in der Coronakrise und die damit notwendige Nutzung der iServ-Plattform brachten schließlich deutliche Probleme ans Licht:

  • Schüler*innen hatten teilweise kein (eigenes) Arbeitsgerät und teilten sich mit den Eltern oder Geschwistern ein Gerät.
  • Schüler*innen besaßen nur ein Handy, keinen Drucker oder PC.
  • Lösungen konnten per Foto hochgeladen werden, Lehrkräfte konnten jedoch nur sehr umständlich Feedback geben - was bei 100-200 Schüler*innen kaum mehr leistbar ist.
  • Die Aufgabenstellungen waren beschränkt auf Arbeitsblätter (Scans), Aufgaben aus dem Buch und eventuellen Online-Übungen.
  • Schüler*innen mit weniger guter Ausstattung hatten Schwierigkeiten Lösungen einzureichen.

Aber auch positive Aspekte kamen zum Vorschein:

  • Die Lehrkräfte brauchten nur zu Beginn einige Hilfestellungen, um mit der Schulplattform iServ zu starten - danach wurde die Plattform mehr und mehr bis zu ihrer Leistungsfähigkeit genutzt.
  • Lehrkräfte können, wenn es nötig ist, ihre Arbeitsmaterialien digital zur Verfügung stellen und kommen sehr schnell zu dem Punkt, an dem sie das eingesetzte System hinsichtlich der Leistungsfähigkeit bewerten können.
  • Lehrkräfte gaben sich gegenseitig und Schüler*innen Hilfe bei neuen Technologien.
  • Videokonferenzen, auch zur Verwaltung, wurden erstmalig eingeführt.
  • Dokumente wurden kollaborativ bearbeitet.
  • Es wurden Apps und Online-Dienste ausprobiert.

Bei unserem Konzept ist der digitale Stift in Kombination mit dem iPad und Microsoft Class Notebook (Software auf dem iPad für alle Schüler*innen durch die Citeq installiert) ein zentrales Element. Der Stift erlaubt es, auf dem iPad direkt zu schreiben und zu zeichen. Arbeitsblätter können ohne Drucker direkt ausgefüllt werden, Texte können markiert und strukturiert werden. Und Lehrkräfte können direkt auf dem Gerät Feedback an die Schüler*innen geben. Selbstverständlich können auch Lösungen auf Papier mit dem iPad eingescannt werden. Somit können vorhandene Materialien (z. B. Arbeitsblätter, Bilder, Texte) weiterhin genutzt werden und neue Medien (z. B. Erklärvideos, Podcasts, digitale Präsentationen, Wikis, Blogs) genutzt werden. Die Geräte erlauben zudem eine verlässliche Kommunikation und bessere Kontollmöglichkeiten. Viele Vorteile gelten für den Präsenz- und Fernunterricht gleichermaßen.

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium möchte allen Schüler*innen die Möglichkeit eröffnen, dass Präsenz- und Fernunterricht mit den richtigen Werkzeugen von hoher Qualität, modern, verlässlich, kommunikativ und chancengeich gestaltet wird - orientiert am Medienkompetenzrahmen und den neuen Lehrplänen des Landes NRW.

  • Die Geräte sind für Schüler*innen und Lehrkräfte nach kurzer Zeit intuitiv zu bedienen und auch weniger erfahrene Lehrkräfte können den Schüler*innen durch die Einheitlichkeit der Oberfläche helfen.
  • Seit ca. 2 1/2 Jahren verwenden wir 36 iPads (2 Klassensätze). Dort zeigte sich eine Verlässlichkeit der Hardware und die Lehrkräfte konnten erste Erfahrungen sammeln. Insgesamt wurden immer mehr Lehrkräfte auf die Tablets aufmerksam, was insgesamt als sehr positives Merkmal gedeutet werden konnte.
  • Bei Präsentationen, Vorführungen des Systems mit Schüler*innen und Gesprächen in Fortbildungen zum Thema "Digitalisierung" überzeugte die Technologie.
  • Bei einer einheitlichen Ausstattung kann das Gerät als Taschenrechnerersatz eingesetzt werden.
  • Schüler*innen und Lehrkräfte können gemeinsam in einem virtuellen Klassenraum (Apple Classroom) arbeiten - dies wäre mit unterschiedlichen Systemen wenn dann nur mit einem erheblichen höheren administrativen Aufwand möglich.
  • Softwarelizenzen können zentral angeschafft werden und stufenabhängig genutzt werden. Viele kostenfreie Apps sind verfügbar.
  • Auf einer einheitlichen Plattform kann die Lehrkraft sich darauf verlassen, dass Apps für die Plattform verfügbar und installiert sind. Somit können auch mehr Aufgaben gestellt werden, die einen App-Einsatz erfordern.
  • Apple iPads werden von der Citeq (städt. IT-Dienstleister) administriert. Personalintensive administrative Tätigkeiten entfallen für die Schule demnach zum Großteil.
  • Die Schule kann die Geräte zu einem vergünstigten Preis beziehen und diesen Preis an die Eltern weiterreichen. Vergleichbare Geräte mit Stiftfunktionalität und Tastatur sind - zieht man die notwendige Administrierung hinzu - nicht günstiger.

Der Digitalpakt sieht im Moment (nur) die Verbesserung der Infrastruktur vor. Endgeräte sind im Digitalpakt prinzipiell nur zu einem kleinen Teil vorgesehen. Zur Zeit gibt es keinerlei Gelder, die eine 1:1 Ausstattung bei Lehrkräften und Schüler*innen ermöglichen. Im Rahmen des Corona-Sofortausstattungsprogramms stellt das Land NRW u. A. Gelder für digitale Endgeräte für Lehrkräfte und bedürftige Schüler*innen bereit. Somit können viele Schüler*innen am Geschwister-Scholl-Gymnasium leihweise ausgestattet werden, bei denen es sonst erhebliche finanzielle Probleme gäbe. 

(https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/neues-sofortprogramm-fuer-schulen-1753308)

Aufgrund der Relevanz mit digitalen Medien zu arbeiten, hat das Geschwister-Scholl-Gymnasium beschlossen, dass iPads angeschafft werden sollen. Die Schule versucht, allen Schüler*innen den Einsatz eines iPads zu ermöglichen. Sie ist jedoch darauf angewiesen, dass ein Großteil der Schüler*innen und Lehrkräfte ein Gerät selbst finanziert, damit einkommensschwache Famlien oder Familien mit mehrern Kindern auf unserer Schule mit Mitteln aus dem Förderverein, Spenden und Leihgeräten unterstützt werden können. Durch dieses solidarische Vorgehen erhoffen wir uns gleiche Bildungschancen und Voraussetzungen für alle unsere Schüler*innen zu schaffen.

Durch ein erfolgreiches Crowdfunding-Projekt konnten in Kooperation mit der VR-Bank über 8000 Euro gesammelt werden. Dies Geld wird zum Aufbau eines Gerät-Pools, aus dem finanzschwache Familien oder Familien mit mehreren Geschwisterkindern an unserer Schule mit Leihgeräten ausgestattet werden können, verwendet: https://vbmn.viele-schaffen-mehr.de/ipads-am-geschwister-scholl-gy

Sofern die finanziellen Möglichkeiten nicht ausreichen um sämtliche Schüler*innen auszustatten, so wird das Vorhaben zunächst auf einige Stufen eingegrenzt, bis neue / weitere Mittel zur Verfügung stehen.

 

Ja, sofern es sich um ein iPad handelt, welches einen digitalen Eingabestift unterstützt. Ein Stift (z. B. Apple Pencil oder Logitech Crayon) und eine Hülle mit Tastatur muss zusätzlich angeschafft werden, falls diese noch nicht vorhanden sind. Bitte kontaktieren Sie uns im Zweifel noch einmal.

Das vorhandene Gerät wird von der Schule konfiguriert. Dafür muss das Gerät von der citeq (städt. IT-Dienstleister) komplett zurückgesetzt werden (Achtung: darauf vorhandene Daten werden dabei gelöscht). Nach erfolgreicher Konfiguration wird das Gerät von der Schule verwaltet. Anschließend können die Daten wieder aufgespielt werden und bei Bedarf eine private Apple ID eingetragen werden.

Für das Konfigurieren muss das Gerät an die Citeq gegeben werden. Da die Schule stets mehrere Geräte gleichzeitig einsammelt und konfigurieren lässt, kann es 3-5 Tage bis zur Rückgabe dauern.

Die Verwaltung durch die Schule kann rückstandsfrei wieder entfernt werden - dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Schullaufbahn an unserer Schule endet.

Nein, das Schreiben auf Papier ist nach wie vor möglich und wird von den Lehrkräften auch unterstützt. Die geschriebenen Seiten können jedoch eingescannt und in das digitale Schülerheft eingepflegt werden. Dort kann die Lehrkraft bei Bedarf dann auch ein kurzes Feedback geben.

Arbeitsblätter möchten wir jedoch in Zukunft verstärkt digital "austeilen" und den Vorteil des digitalen Stiftes dort nutzen, dass diese Arbeitsblätter direkt auf dem Gerät erledigt werden können.

Ja, das Tablet kann auch privat verwendet werden, sofern es sich um ein eigenes Gerät handelt. Bei den geliehenen Geräten der Schule werden wir ausschließlich die pädagogische Nutzung vorsehen.

Das schülereigene iPad wird von der Schule / der Citeq (städtisches IT-Unternehmen) verwaltet. Die Citeq sorgt dafür, dass notwendige Softwareupdates eingespielt werden und spielt bei Bedarf auch neue Programme auf. Die Citeq sieht, welche Apps auf den iPads vorhanden sind. Die Konfiguration führt auch dazu, dass das iPad in der Schule in einem pädagogischen Modus funktioniert: Spiele sind nicht erlaubt, Schüleraktivitäten und Bildschirme können während des Unterrichts in einem virtuellen Klassenraum eingesehen werden.

Die auf dem Tablet vorhandenen Daten können nicht von außen eingesehen werden.

Je nach individueller Absprache ist es möglich, dass eine private Apple-ID konfiguriert werden kann. Anschließend kann man auch private Apps installieren. Der pädagogische Modus kann zuhause abgeschaltet werden und das iPad kann dann auch für beliebige private Zwecke eingesetzt werden.

Der Schulbeschluss sieht vor, dass in jeder Stufe iPads mit Stift und Tastatur eingesetzt werden soll. Allerdings erfolgen die Einführung der iPads stets in Absprache mit den Eltern.

Nach der jetzigen Planung werden die Stufen Q1 und Q2 und die 5. Klasse zunächst aus dem Vorhaben ausgenommen, da beide Stufen der Qualifikationsphase bereits einen grafikfähigen Taschenrechner angeschafft haben und wir auf die finanzielle Belastung Rücksicht nehmen möchten. Bezüglich der 5. Klasse sollte zunächst ein verlässlicher Kontakt hergestellt sein, um über einen möglichen Einsatz zu beraten.

Die Schule stellt verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung:

a) Über die Citeq kann zu einem vergünstigten Schulpreis ein Gerät in Form einer Sammelbestellung bestellt werden. Das von uns empfohlene Paket 1 (s. u.) mit einem iPad 7. Gen. mit 32 GB, dem digitalen Stift Logitech Crayon und einer einfachen Tastaturhülle kostet inklusive der Verwaltungsgebühr für das mobile device management (MDM) ca. 430 Euro. Bei der 32 GB Speicherausstattung ist nicht vorgesehen, dass Benutzer privat große Spiele (mit 5 GB und mehr Speicherbedarf) installieren - dazu reicht der Speicher nicht aus.

Die Schule bietet den Kauf eines Gesamtpaketes an: iPad 8. Gen mit 32 GB, einem digitalen Stift (von Jelly Comb) und einer Tastaturhülle (Hersteller auch Jelly Comb). Dieses Paket kostet inklusive der Verwaltungsgebühr für das mobile device management (MDM) 416 Euro. Die Schule hat sich entschieden, nur die pädagogisch empfohlene 32GB Variante als Schul-Sammelbestellung anzubieten. 

Gerät (Farbe des Gerätes nicht wählbar)

Preis (mögliche Vergünstigungen werden zurückgezahlt)

iPad 8. Gen. 32 GB, Jelly Comb Pen, Jelly Comb Tastaturhülle, Aufnahmegebühr „jamf“

320 € + 32 € + 42 € + 22 € = 416 €

  

b) Bei der Firma Bense oder bei anderen DEP-fähigen Händlern (gravis, comspot, cyberport, conrad etc.) kann ein pädagogisches iPad (mit Stift und Tastatur) beliebig konfiguriert und gekauft oder auch finanziert werden. Die Preise sind etwas teurer als bei der Sammelbestellung. Dafür wird hier eine Finanzierung von bis zu 36 Monaten angeboten.

Wichtig ist, dass Sie beim Kauf die DEP-Nummer der Citeq 22285116 angeben und der Händler das Gerät unter dieser Nummer ins DEP aufnimmt. Das Gerät kann anschließend von der Citeq konfiguriert werden. Die Aufnahme ins DEP ist wichtig, da durch die Vielzahl von Geräten bei der Stadt Münster (bald über 10.000 Stück) die Citeq keine aufwändige Prozedur zur Aufnahme in das MDM-System leisten kann. Von einem Kauf bei üblichen Elektromärken raten wir dringend ab, da diese nicht DEP-fähig sind. Bitte sprechen Sie uns bei Fragen an oder klären bei einem Apple-Fachhändler ab, ob dieser ihr Gerät ins DEP unter der citeq-Nummer aufnehmen kann. Im Anschreiben zu den iPads finden Sie eine Bestellmöglichkeit über Bense. Dort ist die DEP-Nummer bereits hinterlegt.

Auch in diesem Fall werden die 22 Euro Gebühr für das MDM-System "jamf" fällig.

c) Die Schule besitzt einen kleinen Gerätepool, aus dem finanzschwache Familien und Familien mit vielen Kindern auf dieser Schule ausgestattet werden kann. Zudem möchten wir aus dem Gerätepool im Falle eines Defektes ein Ersatzgerät zur Verfügung stellen. Zur Zeit wird beraten, wie wir diese Geräte verantwortungsvoll weitergeben können (Miete, Spende, Kaution etc.).

Wir bemühen uns den Gerätepool durch Spenden, Aktionen, Sponsoren etc. sukzessive zu erweitern.

Innerhalb des Kollegiums gab es eine große Mehrheit (über 71%), die sich für den Einsatz von iPads mit Stift und Tastatur ausgespochen hat. Die Lehrkräfte werden angemessen geschult, damit sie sich sicher im Umgang mit den iPads fühlen.

Unser Konzept erlaubt es, dass auch analoger Unterricht (eventuell mit digitalem Notizbuch gestützt) nach wie vor möglich ist. Schulungen, Lehrplanentwicklung und Erfahrungsberichte sollen dazu führen, dass immer mehr Lehrkräfte die digitalen Lernmedien nutzen.

Durch das Corona-Sofortausstattungsprogramm erhoffen wir uns eine flächendeckende Ausstattung unserer Lehrkräfte durch Leihgeräte vom Schulträger.

Das eigene iPad kann vollständig aus dem Verwaltungssystem der Schule/ Citeq entfernt werden. Dabei wird das Gerät noch einmal vollständig gelöscht. Danach kann das iPad auch weitergegeben / verkauft etc. werden. Es gibt dann keinen Unterschied zu einem privat gekauften Gerät.

Die iPads der Schüler sind zum jeweiligen Zeitwert bis zu einem Höchstbetrag von 300 € über den KSA (kommunaler Schadensausgleich) versichert. Die Höchstbeträge ergeben sich aus § 4 Ziffer 5 Satz 1 unserer Grundsätze für die Verrechnungsstelle Schülerunfall (GV SU)

Voraussetzung ist, dass die Geräte auf Anordnung der Schule angeschafft und zur Nutzung im Unterricht zur Schule mitgebracht wurden (§ 1 Abs. 2 Ziffer 2 der GV SU). Weiter erforderlich ist die Vorlage des jeweiligen Kaufbeleges. Deckungsschutz für vorsätzlich verursachte Schäden an den Geräten besteht nicht.

Sofern Sie sich unsicher sind, können Sie bei dem Erwerb des Gerätes über die Firma Bense oder privat eine Tablet-Versicherung abschließen.

Da die Tablets in unserem Schulnetzwerk eingebunden sind, haben wir die Möglichkeit das iPad bei Verlust/Diebstahl in einen sogenannten "Lost Mode" (=verloren) zu setzen. Dann haben wir die Möglichkeit das iPad über GPS zu orten, sofern es eine WLAN-Verbindung bekommt. Das iPad kann im "Lost Mode" nicht anderweitig verwendet werden und ein Verkauf wäre sinnlos. Es ist also sehr unattraktiv iPads aus unserem Verwaltungsnetz zu stehlen. Ein iPad kann, zum Beispiel nach Beendingung der Schulzeit, jedoch aus diesem Schulnetzwerk unproblematisch von der Citeq entkoppelt werden.

Ja, die Daten auf dem Gerät können ausschließlich eingesehen werden, wenn man physikalisch auf das Gerät zugreifen kann. Dort kann zusätzlich ein Sperrcode bzw. ein Fingerabdruck den Zugang zu den Daten verhindern.

Die Schule / Citeq kann lediglich sehen, welche Apps auf den Geräten in welcher Version installiert ist.

Die Schule / Citeq verpflichtet sich, dass große Änderungen (Löschung von Apps; Zurücksetzung von Geräten) nur nach Rücksprache mit den Schüler*innen erfolgen.

Daten können beispielweise auf dem schuleigenen Schulserver "iServ" abgelegt werden. Zuhause besteht die Möglichkeit, dass man die Daten auf einen USB-Stick (mit Lightning-Anschluss) oder auf andere Cloud-Speicher ablegt.

Die pädagogischen Materialen werden hauptsächlich auf dem von Microsoft zur Verfügung gestellten Speicherplatz abgelegt werden und müssen dort nicht weiter gesichert werden.

Das "mobile management system" (MDM) jamf sieht eine einmalige Verwaltungsgebühr von 22 Euro pro Gerät vor. Diese Gebühr wird nicht von der Citeq erhoben, sondern wird vom Dienstanbieter jamf gefordert. Die Abrechnung erfolgt über die Schule.

Die Schulbücher sehen zum Teil digitale Lizenzen vor. Mittel- bis langfristig sollen diese auch genutzt werden. Unser Ziel ist, dass die Schüler*innen mehr digitale Lernmittel verwenden können, so dass weniger Bücher zu transportieren sind und nicht vergessen / beschädigt werden können.

Grundsätzlich bestehen auch Überlegungen Open Educational Resources (OER) verstärkt zu nutzen.

In der 1. Fachkonferenz im Schuljahr 2020/21 hat die Fachkonferenz Mathematik sich einstimmig dazu entschieden das iPad als CAS (Computer Algebra System) einzusetzen und somit den graphikfähigen Taschenrechner zu ersetzen. iPads können den schulischen Taschenrechner insbesondere bei Prüfungen / Klausuren / Klassenarbeiten nur ersetzen, sofern die iPads im schulischen Netzwerk eingebunden sind. Dann kann das iPad für die Dauer der Prüfung in einen "single-app-mode" versetzt werden, so dass nur die Taschenrechner-App funktioniert und alle anderen Dienste gesperrt sind.

Nach der Rückmeldung der Stufen (Absichtserklärung) wird die Schule Sie noch einmal kontaktieren, ob die Stufe sich komplett bereit erklärt iPads einzuführen. Erst danach sollten Sie ein iPad bei der Schule oder einem anderen DEP-fähigen Händler (z. B. Bense) bestellen. 

Vorher gekaufte Geräte können nachträglich noch ins Schulnetz eingebunden werden.

Sollten Sie jedoch gerade den Kauf eines neuen iPads für die zukünftige Nutzung in unserem Schulnetzwerk erwägen, raten wir dringend dazu das Gerät bei einem DEP-fähigen Händler zu kaufen. Geben Sie dann beim Kauf die DEP-Nummer der Citeq 22285116 an, so dass der Händler das Gerät unter dieser Nummer ins DEP aufnimmt. Die Aufnahme ins DEP (device enrollment program) ist wichtig, da durch die Vielzahl von Geräten bei der Stadt Münster (bald über 10.000 Stück) die Citeq keine aufwändige Prozedur zur Aufnahme in das MDM-System leisten kann. Von einem Kauf bei üblichen Elektromärken raten wir dringend ab, da diese nicht DEP-fähig sind. Bitte sprechen Sie uns bei Fragen an oder klären bei einem Apple-Fachhändler ab, ob dieser ihr Gerät ins DEP unter der citeq-Nummer aufnehmen kann. Im Anschreiben zu den iPads finden Sie eine Bestellmöglichkeit über Bense. Dort ist die DEP-Nummer bereits hinterlegt.