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Die Fachschaft Kunst stellt sich vor....

Scholl.Projekte

Ortsbezogene Aktionen, Installationen, Objekte, Foto- und Video-Experimente von Schülerinnen und Schülern zwischen Geschwister-Scholl-Gymnasium und Kinderhauser Zentrum. Im Rahmen des INTERREG Projekts „GrensWerte: Overhanging Fruit“ und „Kunst trifft Kohl“.

Ein Kunstprojekt von Jürgen Lemke, entwickelt für das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Münster-Kinderhaus im Rahmen des projektorientierten Kunstunterrichts.

Scholl.Projekte

KunstLabor

Ein eigener Ort sollte geschaffen werden: „Werkstatt, Atelier, Bibliothek, Materialfundus, Medienzentrum, interkulturelle Begegnungsstätte - ein aktiver, produktiver, lebendiger, vielfältiger, ein innovativer Arbeitsort, Erfahrungsort, Lernort – ein KunstLabor“. 

„Kunst ist ein Weg zur kulturellen Teilhabe. Macht aber viel Arbeit - und erfordert gute Rahmenbedingungen und unterstützende Begleitung“ weiß Stefanie Daume, Kunstlehrerin an unserer Schule. Die Rahmenbedingungen konnten geschaffen werden dank der finanziellen Förderung durch das Kulturgeld der Stadt Münster und durch die Unterstützung des Fördervereins der Geschwister-Scholl-Schulen. Die unterstützende Begleitung wurde durch die bestehende Kooperation mit der Kunstakademie Münster möglich: Seit Oktober findet jeden Donnerstagnachmittag im Ganztag die KunstLabor-AG statt. Angeleitet und begleitet durch die Lehramtsstudentin Kathrin Seebeck und die Referendarin Lea Lavia treffen sich Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5-7 von Gymnasium und Realschule zum kreativen Arbeiten. Hierfür wurde ein Materialfundus angelegt und der Raum gestaltet, um den vielen interessierten kreativen jungen Köpfen weitere Entfaltungsmöglichkeiten zu geben. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass das Geld gut angelegt wurde. Die Aktivitäten der SchülerInnen  machen Lust auf mehr.

Kooperationsvertrag zwischen Scholl-Gymnasium und Kunst-Akademie verlängert

KINDERHAUS Unbefristete Kreativität kann für manch zartes Seelchen eine schwere Bürde sein - das Scholl-Gymnasium indes macht aus der "Not" eine Tugend und bindet sich fristlos an Kraft und Wissen der Kunstakademie Münster. 

"Die Kunst des Lehrens ist die Kunst, entdecken zu helfen", hat einmal jemand gesagt. Als gestern der Kooperationsvertrag zwischen Gymnasium und Akademie unterzeichnet wurde, stand schnell fest: Wer die Kunst lieber vorab (für sich) entdecken möchte, bevor er vielleicht in selbiger untergeht, wird mit dem Besuch des Leistungskurses von Lehrerin Stephanie Daume die richtige Entscheidung treffen.

Offenheit

Als bloßer "Grüßonkel" und Schönwettermacher kam Professor Udo Scheel - Rektor der Kunstakademie - sicherlich nicht vor fast vier Jahren zum Scholl-Gymnasium. "Es war für uns Neuland und Ehre zugleich", sagt Heinz Beumer in der Rückschau. Beide legten schon damals viel Wert darauf, dass gemeinsam inhaltliche "Profilarbeit" geleistet und nicht nur hier und da mal zum Tag der offenen Tür geladen werde. "Gute Kommunikation und Offenheit zu beiden Seiten", so betont auch Stefan Hölscher (Kunstakademie), seien das entscheidende Merkmal in dieser Kooperation - schließlich solle niemand "blauäugig" in die Kunst entsendet werden.

Seit 2004 wird das Fach Kunst in der Oberstufe im Leistungskurs angeboten - und mit großer Resonanz belegt. Tendenz: steigend. Über die Kooperation intensivieren Schüler und Lehramtsanwärter da den Austausch, bereichern sich gegenseitig. So sah es der alte "Vertrag" vor, und so wird es auch bis heute umgesetzt. Tendenz: ebenfalls zunehmend. In der Präambel des Vertrags ist niedergeschrieben, "dass der Kunst nicht nur hinsichtlich einer umfassenden Persönlichkeitsbildung, sondern auch im Hinblick auf die gesellschaftlich relevanten Wahrnehmungs- und Gestaltungsfähigkeiten eine allgemeine Bedeutung zukommt. Dieser allgemeinen Relevanz der Kunst soll im Kontext aktueller Umstrukturierungen und Neuorientierungen im gesamten Bildungswesen Geltung verschafft werden."

Was nichts anderes heißt als: Austausch ermöglichen, Persönlichkeiten kennenlernen, Lebens- und Wirkungs-Hintergründe verstehen - alles aus erster Hand. Dass dies ankommt, zeigen die "proppevollen" Leistungskurse von Stephanie Daume - mit Kunst-Liebenden und -Lernenden aus drei verschiedenen Schulen. Auch die Folgen sind durchaus positiv zu werten - Abiturienten haben ihre hier gemachten Erfahrungen in Design-Studiengängen fortgesetzt. "Und die jungen Leute gehen vorsichtiger mit ihrer Entscheidung um", weiß Beumer zu schätzen. Menschliche Reife - nicht die schlechteste Begründung für eine Vertrags-Entfristung.

My Münster - Mein London

 

Ein Schüleraustausch der besonderen Art führte jetzt einen Kunstkurs des Geschwister-Scholl-Gymnasiums von Kinderhaus nach London. Zusammen mit ihrer Kunstlehrerin Stephanie Daume, Kollegen Ralph Pohlmann und Kunsthistorikerin Maralena Schmidt vom LWL-Museum für Kunst und Kultur absolvierten die Oberstufenschüler ein umfangreiches Kunst- und Kulturprogramm, bei dem sie auch selbst künstlerisch aktiv wurden.

Hintergrund des Austausches ist die erste Ausstellung  des gerade wieder eröffneten LWL-Museums für Kunst und Kultur „Das nackte Leben. Von Bacon bis Hockney. Malerei in London 1950-80“. Dabei kooperiert das Museum mit dem Geschwister-Scholl-Gymnasium und zwei britischen Schulen - dem Conisborough College und der Westminster Academy - in London. Ziel des künstlerischen Projekts ist der reale und virtuelle Schüleraustausch zwischen den beteiligten Schulen, bei dem sich die Schülerinnen und Schüler auf die Spuren des „nackten Lebens“ begeben.

Durch die Beschäftigung mit den Künstlern und durch den Besuch der Orte, an dem sich diese getroffen haben, sollten die Schüler  ihren ganz persönlichen Blick auf die Kunstwerke, die Künstler und die Stadt London entwickeln und diesen in Videoclips zum Ausdruck bringen. Besonderer Höhepunkt war dabei eine Führung durch Soho, bei der die Kuratorin und Zeitzeugin Catherine Lampert die Münsteraner Schüler an ihren intimen Kenntnissen der Londoner Künstlerszene der 60er Jahre teilhaben ließ.

Ab dem 8. November werden die so entstandenen Handyvideos der Kinderhauser Gymnasiasten im LWL-Museum öffentlich zu sehen sein und eine aktualisierte deutsch-britische Perspektive auf die Malerei dieser Künstler von 1950-80 eröffnen.

Neben der Verknüpfung der Lebenswirklichkeit der beteiligten Jugendlichen mit künstlerischen  Aspekten der Malerei und Kulturgeschichte spielte aber auch der interkulturelle Austausch zwischen den Londonern und Münsteranern Schülerinnen und Schülern eine wichtige Rolle. So lernten sie bei den Museumsbesuchen in der Tate Britain und Tate Modern einerseits die Kunstwerk der an der Münsteraner Ausstellung beteiligten Künstler im Original kennen, tauschten sich andererseits aber auch intensiv mit den britischen Schülerinnen und Schülern der Kooperationsschulen aus. Bei Besuchen in den Londoner Schulen erhielten die Münsteraner Schülerinnen und Schüler Einblicke in das britische Schulsystem und konnten engere Kontakte knüpfen. Die Sehenswürdigkeiten von London und die Eindrücke der britischen Metropole – zu Zeiten des schottischen Referendums -rundeten das umfangreiche Programm gelungen ab.

Der Gegenbesuch der britischen Schülerinnen und Schüler in Münster steht im November an. Dann sollen die gemeinsamen Ergebnisse im Museum betrachtet werden und es wird Gelegenheit geben sich intensiv mit den Kunstwerken in der Münsteraner Ausstellung auseinanderzusetzen. Die Kinderhauser Schüler freuen sich schon, die Gäste aus London am Geschwister-Scholl-Gymnasium willkommen zu heißen.

19 Schülerinnen und Schüler des Kunstgrundkurses der Jahrgangsstufe 11 des Geschwister Scholl Gymnasiums widmeten sich von Mai bis Juli 2010 in einem ethnologischen Unterrichtsprojekt “Global Heroes – Heldinnen und Helden aus Afrika”